10.01.2019 - 11:29 Uhr
Troschelhammer bei PressathOberpfalz

Beitragserhöhung zugestimmt

Der Jahresbeitrag bei der Feuerwehr Troschelhammer beträgt acht Euro. Der Vorstand will diesen nun um vier Euro erhöhen. Die Mitglieder sind damit ganz und gar nicht einverstanden.

von links: Bürgermeister Werner Walberer, Michael Kaufmann, KBM Jürgen Haider, Pater Antony, Martin Langer (Oberlöschmeister), Markus Huber (40 Jahre Mitglied der FFW Troschelhammer) Alfred Vogel (55 Jahre Mitglied), Winfried Graser (Hauptlöschmeister), Gerätewart Armin Prischenk, Joachim Graser (Vorsitzender der FFW Troschelhammer).
von Autor ISProfil

Der Grund der Ablehnung war aber nicht, dass ihnen der Betrag von 12 Euro zu hoch ist. Im Gegenteil: Alle meinten, dass eine Anhebung auf 15 Euro sinnvoller ist. Nach kurzer Aussprache stimmten die Mitglieder ab und erklärten sich einstimmig mit einer Erhöhung auf 15 Euro einverstanden. Das war auch nötig, denn acht Euro würden nicht mehr den Anforderungen einer modernen Wehr entsprechen, betonte Vorsitzender Joachim Graser. "Anno dazumal" sei dieser festgelegt worden.

Einhellige Zustimmung gab es auch bei der neuen Satzung der Sterbekasse, die der neuen Rechtslage angepasst wurde. Zuvor hatte Vorsitzender Graser in seinem Rechenschaftsbericht das Vereinsgeschehen im vergangenen Jahr Revue passieren lassen. Er gedachte der Verstorbenen Dieter Gutte und Ehrenkommandanten Alfons Huber. Aktiv war die Wehr bei zahlreichen Fest, die benachbarte Vereinen feierten. Außerdem habe man beim Weihnachtsmarkt des Pressather Gewerberinges mitgemacht. Das Maibaumfest und das Krenfleischessen sowie ein Ritteressen im Feuerwehrhaus verliefen erfolgreich, freute sich Graser. Weiter erinnerte er an die Fahrt in die Bundeshauptstadt Berlin, die für alle ein großartiges Erlebnis war.

Kassenverwalterin Christa Huber legte anschließend eine umfangreiche Bilanz über die Einnahmen und Ausgaben der Wehr vor. Positiv zu Buche schlügen die abgehaltenen Feste und die Zuschüsse der Stadt, betonte die Kassiererin. Durch den Einsatz und den Fleiß vieler Mitglieder konnte ein ansehnlicher "schwarzer Betrag" dem Konto gutgeschrieben werden, freute sie sich.

Der Bericht der Schriftführerin Anja Langer wurde ohne Einwand angenommen. Kommandant Markus Huber stellte den Zustand des Feuerwehrautos in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. "Das Fahrzeug entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen", betonte er. Sein Antrag auf ein Neufahrzeug wurde durch den Stadtrat bereits entsprochen. Zur Zeit findet die Ausschreibung durch ein Ingenieurbüro statt. "Wir sind auf einem guten Weg", berichtet er.

Gut besucht waren die monatlichen Übungen. Bei fünf technischen Hilfeleistungen und einem Brandeinsatz sowie bei zwei Großübungen stellte die Wehr ihre Einsatzbereitschaft unter Beweis. Am Ende seiner Ausführungen beförderte Huber einige Mitglieder: So wurde Joachim Graser zum Hauptfeuerwehrmann ernannt. Gerätewart Martin Langer ist nun Oberlöschmeister und Gruppenführer Winfried Graser der neue Hauptlöschmeister.

Auch Auszeichnungen verteilte der Vorsitzende an einige Mitglieder für ihre langjährige Zugehörigkeit zur Troschelhammerer Wehr. Ehrenurkunden erhielten Ronald Huber (25 Jahre bei der Wehr), Markus Huber (40 Jahre) und Alfred Vogel (55 Jahre). Michael Kaufmann gratulierte Graser zum 70. Geburtstag, den er wenige Tage vor der Versammlung feierte.

Erfreut zeigte sich Jugendwart Patrick Huber über den Fleiß seiner Gruppe. Lobend erwähnte er die optimale Zusammenarbeit mit der Dießfurter Feuerwehr bei der Ausbildung der Nachwuchskräfte. Erfolgreich sei der Wissenstest verlaufen und bei der Abnahme der Leistungsprüfung "Gruppe im Löscheinsatz" konnten die Jungfeuerwehrmänner den Einstieg in die "große Feuerwehr" vollziehen.

Bürgermeister Werner Walberer, Pater Antony und Kreisbrandmeister Jürgen Haider lobten die enorme Einsatzbereitschaft der kleinen Wehr. "Sie setzten sich für ihre Mitmenschen ein und leisten Großes", unterstrich Pater Antony. Er verglich die Mitglieder mit den Heiligen Drei Königen, die sich um das hilflose Christkind gekümmert hatten. Dankesworte richtete Graser an die Stadt Pressath, die jederzeit ein offenes Ohr für die Belange der Wehr habe.

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.