Wohl kaum jemand in Unterauerbach kennt sie nicht - und alle nennen sie "Tante Berta". Obwohl Berta Reichert einen Teil ihres nun 90-jährigen Lebens zusammen mit ihrem Mann Hans in Ursulapoppenricht verbrachte, wo sie sich in ihrem Haus immer noch selbst versorgt und den Haushalt führt, hat sie über all die Jahre die Verbindung zu ihrer alten Heimat Unterauerbach bewahrt. Kein Wunder also, dass sie ihren 90. Geburtstag im Gasthaus Kiener-Braun feiern wollte. Als siebtes und jüngstes Kind des Unterauerbacher Schmiedemeisters Michael Kirchberger am 23. Februar 1929 in Unterauerbach geboren, absolvierte Berta Reichert nach dem Besuch der Volksschule Unterauerbach ein Landjahr am Wenzlhof und im Anschluss eine Ausbildung zur Näherin in Altfalter. In dieser Zeit lernte sie auch ihren späteren Ehemann Hans kennen, der in der Schmiede ihres Vaters als Geselle gearbeitet hatte. Aus beruflichen Gründen veränderten sie sich nach ihrer Heirat nach Weiherhammer, später nach Ursulapoppenricht. Über all die Jahre hat sie eine intensive Verbundenheit zu ihrer Heimat aufrechterhalten. Nicht nur zu Festtagen, aber da ganz besonders, war sie regelmäßig zu Besuch in Unterauerbach.
Und so wurde aus der Geburtstagsfeier von Berta Reichert schnell ein zünftiges Fest: musikalisch umrahmt vom Geschwister Baier und einem Geburtstagsständchen der Blaskapelle Auerbachtal gaben sich zahlreiche Gäste ein Stelldichein: Verwandte, Bekannte, Freunde und Nachbarn waren ebenso gekommen, wie Pater Binu und Schwarzachs zweiter Bürgermeister Franz Grabinger. Für die FFW Unterauerbach gratulierte dieser in seiner Funktion als Feuerwehrvorsitzender der ehemaligen Fahnenbraut beim 75-jährigen Gründungsfest vor exakt 75 Jahren. Das Gedicht von damals hatte die Jubilarin zum Erstaunen der Anwesenden noch parat.
Der Geburtstag von "Tante Berta" war auch Anlass zu einem großen Familienfest der Kirchberger-Verwandtschaft. Bei zünftigen Weisen der Musikanten schwang das Geburtstagskind schließlich im Beisein zahlreicher Neffen und Nichten sogar das Tanzbein. Die rüstige Jubilarin genoss das Familienfest sichtlich. So wurde aus dem sehr persönlichen Anlass ein großes Verwandtschaftsfest.













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