Nach dem Kult ein Talbeben

Die alte Kegelbahn ist Kult, die Teilnehmerzahl bombastisch. Sage und schreibe 138 Mannschaften treten beim Jubiläumsturnier „150 Jahre Feuerwehr Unterauerbach“ an.

Auf der originellen Kegelbahn in Unterauerbach ging es vor allem um gute Unterhaltung und Spaß. Die Sieger aus 138 teilnehmenden Mannschaften konnten Gemeinschaftsgeschenke aus den Händen des Veranstaltungs-Teams entgegen nehmen.
von Redaktion ONETZProfil

Ein Ansturm setzte beim Jubiläumsturnier zwei Wochen lang auf die kultige Kegelbahn in Unterauerbach ein. Beim Abschlussabend im Pfarrgarten gab es viele strahlende Gesichter. Tagtäglich rollte in den vergangenen Wochen die Kugel in der Unterauerbacher Kegelbahn. Auf Initiative der Feuerwehr Unterauerbach wurde das Jubiläums-Kegelturnier ausgerichtet, wobei nicht der Erfolg und erste Plätze, sondern die gute Unterhaltung und der Spaß auf der urigen Kegelbahn im Mittelpunkt standen.

Eine Mannschaft bestand aus vier Teilnehmern. Mit insgesamt zwölf Schub in die Vollen wurden drei Rubriken ausgespielt. Zum Jubiläumsturnier hatte man zudem einen separaten Pokal ausgelobt. Mit einem Zusatzschub wurde die Keilzahl ermittelt und eine Zahl, bestehend aus vier Würfeln, multipliziert. Nach „Fünf in die Vollen“, hieß es mit vier Schub zu spekulieren und die höchste vierstellige Zahl zu erreichen. Zum Finale wurde der „Zufall“, auch „plus-mal“ genannt, ausgespielt.

Beim ersten Wettbewerb „In die Vollen“ wurden die „Keil“ der vier Personen (Mannschaft) zusammengezählt. Als Mannschaft mit der höchsten „Keil“-Zahl gewann das Team „Gemeinde Speerspitze“ vor den „Unterhöschen“ und der „CSU Schwarzach“. Schirmherr Bürgermeister Hans Gradl und Franz Grabinger durften ein Riesensandwich entgegennehmen. Beim zweiten Wettbewerb „Spekulieren“ hatte die Mannschaft „Unterhöschen“ mit 31 469 Punkten die Nase vorne vor den „Oldies, but Goldies“ der Feuerwehr Pretzabruck und den „Rawadoler Bochramara“. Wolfgang Bäuml erhielt aus den Händen der Feuerwehr-Vorsitzenden Franz Grabinger und Norbert Lehner eine übergroße „Siegersemmel“. In dieser Rubrik hatte jeder Teilnehmer vier Schübe in die Vollen. Nach jedem Schub wird die „Keil“-Zahl der Position einer vierstelligen Zahl zugeordnet (höchstmögliche Zahl wäre 9999). Es wurden die „Zahlen“ der vier Personen (Mannschaft) addiert.

Beim dritten Wettbewerb – „plus – mal “ oder auch „Zufall“ genannt – hatte jeder Teilnehmer der Mannschaft drei Schübe in die Vollen. In der Reihenfolge der Schübe wird aus der Keil-Zahl das Ergebnis berechnet. Die beiden ersten Schübe wurden addiert und mit dem dritten Schub multipliziert. Hier machte die Pfreimder Mannschaft „Flotte Bienen“ das Rennen mit 207 Punkten. Sie gewann vor der Kramerei und dem „Beamtenmikado – und sie bewegen sich doch“. In der Einzelwertung aller zwölf Schübe sicherten sich Markus Dirschwigl aus Willhof, Jürgen Butz aus Altfalter und Franz Braun aus Pretzabruck die ersten drei Preise.

Den Jubiläumspokal erhielt Reinhold Dirschwigl von den Bergwandersitzfreunden, der mit einem 8er-Keil und dem Würfelergebnis 6532 den Pokal entgegennehmen konnte. Knapp dahinter landete Matthias Butz.

Mit Applausometer wurde die Lautstärke der vielen Besucher gemessen, als der schönste Mannschaftsname ermittelt wurde. Sieger wurde eine Mannschaft der Unterauerbacher Ministranten mit dem Namen „Noiglzuzzler“. Eine Ehrenurkunde wurde an die vielen fleißigen Helfern verliehen, die bei 552 Keglern und insgesamt 7176 Schüben 23 332 Keil aufstellten. Der Dank galt den vielen Sponsoren und Gönnern, ebenso den motivierten Teilnehmern. In der in den Abschlussabend eingebetteten Dia-Schau konnten sich die jubelnden Mannschaften und begeisterten Kegler wiederfinden.

Mit dem „Tag der Jugend und Junggebliebenen“ am Freitag, 19. Juli, wird eine weiterer Höhepunkt in den Jubiläumsveranstaltungen angestrebt.

Eine starke Stütze des Kegelturniers sind die Kegelboum und -moidln, die über 23 000 mal die Keile wieder in Position brachten. Zum Dank erhielten die Kinder und Jugendlichen Preise und eine Urkunde.
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