Seit 125 Jahren selbstlos und treu

Bei Kaiserwetter feiert die Feuerwehr Unterbruck 125-jähriges Bestehen. Wegen des prall gefüllten Rahmenprogramms ist an beiden Tagen für die Gäste immer was geboten.

von C. & W. RupprechtProfil

(rpp) Mit Salutschüssen der Kastler Böllerschützen starteten die Feierlichkeiten zum 125. Jubiläum der Feuerwehr Unterbruck. Vorsitzender Reinhold Veigl und Kommandant Gerhard Veigl führten den Kirchenzug, gefolgt von der Vereinsfahne und 25 befreundeten Vereinen, in Richtung Festplatz an. Unweit am Floriansheim zelebrierte Pfarrer Heribert Stretz einen Feldgottesdienst. Er predigte vom heiligen Florian, einem der 14 Nothelfer und dem Schutzpatron der Feuerwehrleute. Das Leben dieses wegen seines Glaubens hingerichteten Heiligen könne Vorbild für alle Menschen sein. Er zeige uns und fordere uns auf, zum Wohle der anderen zu handeln.

Auf der Vereinsfahne stehe „In Gottes Namen allezeit, selbstlos, treu und hilfsbereit“. Dies bedeute, dass die Feuerwehrkameraden auch zur Ehre Gottes ihren Dienst versehen. Dies sei gelebte Nächstenliebe. Für diesen uneigennützigen Ehrendienst sprach Stretz seinen Dank aus. Die Pressather Musikanten übernahmen die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes. In der Lesung berichtete Thomas Deubzer aus der Offenbarung des Johannes. Josef Weidner hatte das Amt des Mesners inne. Den Blumenteppich vor dem Altar hatten die Frauen der Feuerwehr arrangiert. Nach dem Gottesdienst zogen die Vereine in das Festzelt zum anschließenden Festabend mit den Pressather Musikanten.

In ihren Festreden betonten Landtagsabgeordneter Tobias Reiß, Landrat Wolfgang Lippert, Bürgermeister Josef Etterer und Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther, wie wichtig so eine Wehr für die Bürger ist. Die Kameraden helfen nicht nur bei Bränden, sondern auch im Kampf gegen Naturgewalten und bei Unfällen. Ebenso sei sie für das dörfliche Leben extrem wichtig, denn in ihrem „Flori“, wie das Vereinsheim liebevoll genannt wird, spiele sich auch ein Großteil des dörflichen Lebens ab. Als Dank für ihren steten Einsatz überreichten Reiß, Lippert und Etterer jeweils Geschenke in Briefform.

Der Sonntag begann mit einem Frühschoppen, ehe es am Nachmittag zum Lebendkickerturnier überging. Viele Mannschaften aus er näheren Umgebung, teils von Vereinen, teils lose Gruppen mit zum Teil kuriosen Namen wie die „Kastler Pistenrocker“ und das „Kirslicher Haisl“, traten zur allgemeinen Erheiterung der Gäste gegeneinander an. Auch das Lagerleben in Zelten konnte auf dem Festgelände erkundet werden. Wer wollte, konnte seine Treffsicherheit mit Pfeil und Bogen trainieren. Am Abend spielten die Original Weinwallfahrer vom Rauhen Kulm auf und ließen das Fest langsam ausklingen.

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