Unterlind bei Vohenstrauß
03.06.2018 - 11:28 Uhr

Fundamentale Eigenleistung

Die meisten Unterlinder packen gehörig an, wenn es um den Glockenturmbau geht. Am 14. August zum Kreuzfest und am Vorabend zu "Maria Himmelfahrt" soll der Klang der Glocke zum ersten Mal ertönen

Die Umfeldgestaltung am Glockenturm Unterlind nimmt bereits Formen an. Pflasterbauer aus dem Bayerischen Wald legen die Steine aneinander. Die Stadtarbeiter unterstützen beim Herankarren der Baumaterialien. dob
Die Umfeldgestaltung am Glockenturm Unterlind nimmt bereits Formen an. Pflasterbauer aus dem Bayerischen Wald legen die Steine aneinander. Die Stadtarbeiter unterstützen beim Herankarren der Baumaterialien.

Für die meisten Unterlinder geht damit ein Traum in Erfüllung. Zumindest die Mehrheit im Dorf steht dem Projekt aufgeschlossen gegenüber. Die Tiefbauarbeiten für den neuen Glockenturm sind weitgehend abgeschlossen.

In den vergangenen Wochen hatte die Dorfgemeinschaft die vier Einzelfundamente mit einem Durchmesser von einem Meter und einer Tiefe von rund 1,50 Meter in Eigenregie verwirklicht. Die Bauhofmitarbeiter und eine Pflasterfirma aus dem Bayerischen Wald setzten nun entlang des neu angelegten Areals zur Abgrenzung der Fahrbahn eine dreizeilige Pflasterrinne und fassten jeweils die einzelnen Gewerke mit Pflastersteinen ein. Der neue Glockenturm mit einer Gesamthöhe von rund sieben Metern wird schwingungsfest in offener Lärchenholzleimkonstruktion mit Stahlverstrebungen hergestellt.

Die Glocke mit dem Eichenholzjoch bekommt in einer Höhe von sechs Metern ihren Platz, informiert Zimmerermeister Hermann Schmid. "Die Glocke mit dem Joch wird von unten her sichtbar sein", erläutert der Fachmann. Sie ist auch schon in Unterlind eingetroffen.

Vor wenigen Wochen waren die Dorfbewohner Zeugen des Glockengusses (wir berichteten). In der Straubinger Glocken- und Kunstgießerei Anton Gugg war es für die Teilnehmer ein erhebender Moment, als der heiße Bronze-Guss in die Form lief. Der Turm erhält im Abschnitt der Glocke eine Außenverkleidung mit entsprechenden Schallaussparungen und einem Walmdach, dass mit Kupferblech und einer Dachrinne versehen wird. Dort wird auch die Technik mit Motor ihren Platz finden.

Der quadratische Glockenturm hat eine fundamentale Seitenlänge von 2,50 Metern. Die Lärchenholzleimstützpfeiler laufen dann nach oben hin schräg zusammen. Zimmerermeister Schmid wartet noch auf die Lieferung der Leimhölzer, dann kann der Glockenturm abgebunden werden, und der Einweihung am 15. August dürfte somit nichts mehr im Wege stehen. Das unmittelbar daneben platzierte Bushäuschen wird dem Areal optisch angepasst und in Holz- und Glaskonstruktion gebaut.

Die Fundamentmauer wurde ebenso von der dörflichen Glockenturmgemeinschaft gefertigt, lobt Außendienstleiter Karl Frey die Eigeninitiative der Unterlinder. In Anlehnung an die bekannten Stahlbushäuschen werden auf Wunsch der Bewohner Holzpfostenriegel zum Einsatz kommen mit entsprechend großzügiger Verglasung.

Zudem erhält der Unterstellraum für Schüler ein Satteldach mit Biberschwanzeindeckung. Die Dorfgemeinschaft steht bereits zum Abbinden des Holzes für den Glockenturm in den Startlöchern, denn auch hier wird der Fachmann tatkräftig Unterstützung erhalten. "Die Bewohner nehmen auch die erforderliche Anpflanzung und die anschließende Pflege des Areals selbst in die Hand", freut sich Frey.





Die Umfeldgestaltung am Glockenturm Unterlind nimmt bereits Formen an. Pflasterbauer aus dem Bayerischen Wald legen die Steine aneinander. Die Stadtarbeiter unterstützen beim Herankarren der Baumaterialien. dob
Die Umfeldgestaltung am Glockenturm Unterlind nimmt bereits Formen an. Pflasterbauer aus dem Bayerischen Wald legen die Steine aneinander. Die Stadtarbeiter unterstützen beim Herankarren der Baumaterialien.
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