Überschlag im Graben: Fahrer tot

Eine längere Holperstrecke legte ein 85-Jähriger auf einer Flurbereinigungsstraße nahe Etsdorf (Freudenberg) am Donnerstagfrüh zurück. Dabei geriet sein Auto in den Graben und überschlug sich. Der Fahrer kam ums Leben.

Das Auto überschlug sich und blieb auf der Straße liegen.
von Erich Lobenhofer Kontakt Profil

Der Mann saß alleine im Auto. Der 85-Jährige benutzte eine Flurbereinigungsstraße, die quasi als Abkürzung zwischen Etsdorf und Unterpennading gilt. Der Senior war dort gegen 8 Uhr unterwegs. Anhand der zurückgebliebenen Spuren rekonstruierte die Polizei hinterher, dass das Auto etwa 600 Meter vor Unterpennading erstmals von der Fahrbahn abgekommen war. Danach holperte der Wagen über ein Feld, ehe es dem Fahrer gelang, den Wagen auf der Straße wieder kurzfristig in die Spur zu bekommen. Vorher jedoch wurde noch ein Leitpfosten überrollt.

Doch so richtig unter Kontrolle brachte der ältere Verkehrsteilnehmer seinen fahrbaren Untersatz nicht mehr. Seitens der Polizei hieß es dazu, dass gesundheitliche Gründe als Unfallursache in Frage kommen könnte. Jedenfalls rollte der Wagen in den Straßengraben und prallte dort nach 150 Metern gegen einen Wasserdurchlass. Von dort aus wurde der Wagen wieder auf die Straße katapultiert. Doch damit sollte die Tour noch nicht zu Ende sein. Abermals rutschte der Pkw in den Graben und überschlug sich dort, ehe er auf der Fahrbahn auf dem Dach liegen blieb.

Der Mann am Lenkrad überlebte das nicht. Zunächst gelang es einem zufällig in der Nähe befindlichen Gemeindearbeiter das Opfer mit Unterstützung von Ersthelfern zu reanimieren. Schließlich aber ließ sich der Zustand nicht stabilisieren - der 85-Jährige aus dem benachbarten Högling erlag den Folgen seiner Verletzungen.

An der Unfallstelle kümmerten sich Helfer örtlicher Feuerwehren um die Verkehrsregelung. Die Flurbereinigungsstraße wurde ebenso wie die Anbindung an die nach Nabburg führende Staatsstraße 2040 wurden für eineinhalb Stunden komplett gesperrt. Den entstandenen Sachschaden beziffert die Polizei auf rund 10 000 Euro.

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