07.09.2018 - 13:32 Uhr
Unterwildenau/Luhe-WildenauOberpfalz

Der "Baron" ist tot

Franz-Georg Döpper von Hirschberg ist tot. Die Wirtin der Schlosswirtschaft fand ihn am Donnerstagabend.

Franz-Georg Döpper von Hirschberg.
von Uwe Ibl Kontakt Profil

Franz-Georg Döpper von Hirschberg ist tot. Die Wirtin der Schlosswirtschaft fand ihn am Donnerstagabend. Obwohl die Ursache noch nicht feststeht, deutet alles auf einen natürlichen Tod hin. Der "Baron", wie er in der Bevölkerung genannt wurde, war seit einiger Zeit gesundheitlich angeschlagen.

Der 54-Jährige lebte zusammen mit seiner Mutter, Freifrau Maria Dolores Katharina von Hirschberg, im Schloss in Unterwildenau und kümmerte sich liebevoll um sie. Gemeinsam hatten sie noch am Tag vor Mariä Himmelfahrt in der Schlosswirtschaft den 90. Geburtstag der Freifrau gefeiert. Der 1997 verstorbene Vater war als Herzspezialist in Wiesbaden tätig.

Als Beruf gab Franz-Georg Döpper von Hirschberg zeitlebens Gutsverwalter an. Er verfasste über die Familie den Artikel in der Ortschronik, war lange ein versierter Hobbyfotograf, der sogar im Archiv in Amberg mit der Leica-Kamera Urkunden abfotografieren durfte. Schon als Jugendlicher war er technisch interessiert, sammelte Petroleumlampen und später dann besondere Autos. Darunter war ein Porsche 911, der für Rennen beispielsweise mit einer Schnellbetankung ausgerüstet war. Stolz war Döpper auf seine gut ausgerüstete Werkstatt. In Erinnerung bleibt er auch als Holzfäller, der gekonnt mit seiner Motorsäge-Säge unterwegs war. Er legte immer Wert auf eine hervorragende technische Ausrüstung.

Bei Vereinen wie der Feuerwehr, dem Oberpfalzverein und der Blaskapelle war er engagiert und sowohl beim Eichelgartenfest des Oberpfalzvereins wie auch dem Schlossfest von Feuerwehr, Blaskapelle und CSU auf seinem Gelände stets als Gast und oft auch zupackend dabei. Beim Oberpfalzverein engagierte er sich lange Jahre als zweiter Vorsitzender, bei der Feuerwehr legte er die Abzeichen bis zur Stufe Gold ab. Die Blaskapelle ernannte den "Baron" zum Ehrenmusiker, obwohl er dort nie ein Instrumente spielte. Beim Kölner Faschingszug trug er für die Oberwildenauer Kapelle vorneweg das Taferl und das Trinkhorn für die Musiker.

"Für uns war klar, dass wir das Schlossfest am Wochenende unter diesen Umständen absagen", teilte Organisator Gerhard Kres mit. Statt die Feier für das Wochenende weiter vorzubereiten, machten sich die Helfer am Freitag bereits an den Abbau.

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