Ein starkes Zeichen der Anerkennung für die Einsatzkräfte im Landkreis Amberg-Sulzbach setzte der Blaulichtempfang des CSU-Kreisverbands Amberg-Sulzbach im KUBUS in Ursensollen. Rund 140 Vertreterinnen und Vertreter aus Feuerwehren, THW, Polizei, Rettungsdienst, Bergwacht und weiteren Hilfsorganisationen sowie zahlreiche Bürgermeister aus dem Landkreis waren der Einladung von CSU-Kreisvorsitzendem und Landtagsabgeordnetem Harald Schwartz gefolgt. Ehrengast des Abends war Bayerns Innenminister Joachim Herrmann.
Schon in seiner Begrüßung machte Schwartz deutlich, worum es bei dem Empfang ging: um Wertschätzung für die Menschen, die sich in der Blaulichtfamilie Tag für Tag für die Sicherheit der Bevölkerung einsetzen. Diese Frauen und Männer ließen zu jeder Tages- und Nachtzeit alles stehen und liegen, um anderen zu helfen. Gerade in einer Zeit, in der viele vor allem auf die eigenen Interessen blickten und notwendige Maßnahmen wie Straßensperrungen oder Einsatzabsicherungen nicht immer auf Verständnis stießen, verdiene dieses Engagement besondere Anerkennung. Diese Wertschätzung dürfe sich nicht allein in Dankesworten ausdrücken, sondern müsse sich auch in konkreter Unterstützung für das Ehrenamt widerspiegeln.
Ursensollens neu gewählter Bürgermeister Martin Fleischmann sprach als aktiver Feuerwehrkommandant aus Erfahrung. Er dankte allen Angehörigen der Blaulichtorganisationen für ihren unermüdlichen Einsatz auf allen Ebenen zum Schutz der Bevölkerung.
Sicherheit als Gemeinschaftsaufgabe
Im Mittelpunkt des Abends stand die Rede von Innenminister Joachim Herrmann. Der Minister stellte die Bedeutung der Sicherheits- und Rettungsorganisationen für den Freistaat heraus und unterstrich die starke Stellung Bayerns bei der Inneren Sicherheit. Mit einer Kriminalitätsbelastung von 4094 Straftaten pro 100.000 Einwohner liege Bayern weiterhin deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Auch der Landkreis Amberg-Sulzbach stehe mit einer Häufigkeitszahl von 1999 sehr gut da.
Diese Zahlen seien Ausdruck einer konsequenten Sicherheitspolitik, machte Herrmann deutlich. Bayern verfüge über so viele Polizeistellen wie nie zuvor. Die personelle Stärkung der Polizei sei ein entscheidender Baustein dafür, die hohe Sicherheitsqualität im Freistaat dauerhaft zu sichern. Neben einer leistungsfähigen Polizei seien es aber vor allem auch die Hilfs- und Rettungsorganisationen, die wesentlich zum Sicherheitsgefühl der Menschen beitrügen. Gerade das Zusammenspiel zwischen hauptamtlichen Kräften und ehrenamtlichem Engagement sei eine besondere Stärke.
Breiten Raum nahm in Herrmanns Ausführungen die Rolle des Ehrenamts ein. Bayern könne sich auf ein starkes und verlässliches Netz aus Feuerwehren, Rettungsdiensten, Bergwacht, Wasserrettung und Katastrophenschutzeinheiten verlassen. Dieses System funktioniere nur, weil sich unzählige Menschen freiwillig engagierten und Verantwortung für ihre Mitmenschen übernähmen.
Mit Blick auf die Feuerwehren ging Herrmann auch auf die finanzielle Unterstützung durch den Freistaat ein. Angesichts gestiegener Bau- und Beschaffungskosten stellte der Innenminister in Aussicht, dass die Festbeträge bei der Feuerwehrförderung erneut angepasst werden könnten. Gerade für Kommunen sei dies ein wichtiges Signal, da Investitionen in Feuerwehrhäuser und moderne Ausrüstung zunehmend eine große finanzielle Herausforderung darstellten.
Zugleich verwies der Innenminister auf die wachsenden Herausforderungen für Einsatzkräfte. Naturkatastrophen, Hochwasserlagen, Großschadensereignisse und internationale Krisen hätten in den vergangenen Jahren gezeigt, wie wichtig ein leistungsfähiger Bevölkerungsschutz sei. Bayern investiere deshalb weiter in moderne Ausstattung, Ausbildung und organisatorische Strukturen. Auch das neue Landesamt für Bevölkerungsschutz solle dazu beitragen, Einsatzlagen künftig noch besser zu koordinieren.















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