02.07.2019 - 16:55 Uhr
UrsensollenOberpfalz

Bräukeller als Winterquartier für Fledermäuse

Räume prägen: So lautet das Motto des bundesweiten Tags der Architektur. Und dazu zählt auch der Bräukeller in Ursensollen mit seinen besonderen Bewohnern.

Im Fledermauskeller zeigten sich Baudirektor Georg Guggenberger (links) und Bürgermeister Franz Mädler erfreut über das gelungene Projekt für die Heimatgeschichte und dem Artenschutz.
von Josef SchmaußerProfil

Nur zwei Objekte wurden im Landkreis heuer in den Mittelpunkt der Leistungsschau der Architekten gestellt. Darunter der Fledermaus-Bräukeller in Ursensollen als "herausragende Maßnahme" im Zusammenspiel von Privatpersonen, Gemeinde, Fachstellen und dem Architekten, Landschaftsarchitekt Christopher Trepesch.

Er hieß zusammen mit Bürgermeister Franz Mädler über 60 Gäste willkommen, die trotz der Hitze oder gar der anschließenden Kühle im ehemaligen Bräukeller nach Ursensollen gekommen waren.

Bürgermeister Franz Mädler gab einen kurzen Rückblick auf die im vergangenen Jahr erfolgte Maßnahme. Dabei hätten Verwaltungsfachangestelle Nina Forster (Gemeinde Ursensollen), Armin Friedrich (Projektleiter des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberpfalz/Tirschenreuth), die Beteiligten des Internationalen Jugendgemeinschaftsdienstes, Isabel Lautenschlager (Naturpark Hirschwald), Thilo Wiesent, Fachberater für Fledermäuse vom Landesverband für Vogelschutz, die bauausführenden Firmen und die Besitzerfamilie Wolfgang Gehr hervorragend zusammenarbeitet.

So sei der Umbau des ehemaligen Bräukellers ein Projekt geworden, "bei der Heimatgeschichte mit Artenschutz in hervorragender Weise kombiniert wurde". Baudirektor Georg Guggenberger vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz lobte ebenfalls die "herausragende Maßnahme", bei der Ortsgeschichte mit Artenschutz zusammengebracht wurde. "Dort, wo die Bürger aktiv sind, helfen auch gerne die Ämter", sagte er. Ursensollen habe sich nicht nur wirtschaftlich sehr gut für die Zukunft aufgestellt, sondern schaffe auch für den Artenschutz und die Artenvielfalt vielfältige Maßnahmen.

Im zwischen 8 und 12 Grad kühlen Keller gab LBV-Fachberater Thilo Wiesent Einblicke in die Welt der Fledermäuse. Nicht nur die Große Hufeisennase als "Leuchtturmprojekt" solle im Mittelpunkt stehen. Auch andere einheimische Arten wie die kleine Hufeisennase und die Fransenfledermaus seien im Bräukeller als Winterquartier schon gesichtet worden.

Ortsheimatpfleger und 3. Bürgermeister Josef Schmaußer blickte zurück auf die mindestens 110-jährige Brautradition in Ursensollen. Der Erhalt des Kellers sei ihm und seinen Gemeinderatskollegen stets ein großes Anliegen gewesen.

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