12.02.2020 - 17:31 Uhr
UrsensollenOberpfalz

Endlich Straßenbeleuchtung: Es werde Licht in Zant!

Zant hat sich Anfang des 20. Jahrhunderts am längsten gegen den elektrischen Strom gesträubt, jetzt gibt es einen Disput um die Einführung der Straßenbeleuchtung - einen überflüssigen noch dazu.

Zant ist vor allem wegen seiner Wallfahrtskirche bekannt. Nach vielen Jahren im Dunkeln bekommt der Ort jetzt auch eine Straßenbeleuchtung.
von Uli Piehler Kontakt Profil

Braucht es Straßenlampen in Zant? Das wollte Achim Kuchenbecker (CSU) im Gemeinderat geklärt haben, als es um die anstehende Straßen- und Gehsteigsanierung in dem Ort ging. Kuchenbecker sagt, er habe ein anonymes Schreiben erhalten, in dem stehe, die Gemeinde solle bloß keine Beleuchtung einführen. "Solche Schreiben landen bei mir grundsätzlich im Reißwolf", erwiderte Bürgermeister Franz Mädler (Freie Wähler) darauf. Erst kürzlich sei er bei einem Termin in Zant gebeten worden, dafür zu sorgen, dass die Laternen endlich kommen. "Und ein dritter hat mir gesagt, ihm wäre es wurscht."

Nach einigem Hin und Her, bei dem der als Heimatkundler bekannte 3. Bürgermeister Josef Schmaußer einflocht, dass sich Zant immer schon mit dem Elektrischen schwergetan habe ("Zant hat sich in den 1920er-Jahren am längsten gegen die Einführung des Stroms gewehrt"), stellte sich dann heraus, dass sich die Sache längst erledigt hat. Den Beschluss, die Beleuchtung einzuführen, habe der Gemeinderat bereits im vergangenen Jahr gefasst, erinnerte Sascha Rößler von der Gemeindeverwaltung. Die anstehende Straßen- und Gehsteigsanierung sei quasi überhaupt erst die Folge davon. Diskussion beendet, Auftrag vergeben.

Behherrschendes Thema war allerdings das interkommunale Gewerbegebiet mit Amberg

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Ähnlich schnell und ganz ohne Debatte machte der Gemeinderat den Weg für die neue Kindertagesstätte frei. Auf dem Sportplatz neben der Grundschule soll ein 6,1 Millionen Euro teurer Neubau für sechs Gruppen entstehen - drei Krippen- und drei Kindergartengruppen. Der Freistaat Bayern schießt 1,751 Millionen Euro zu, der Bund 1,153 Millionen Euro, so dass die Gemeinde selbst rund 3,2 Millionen Euro berappen muss. Im Frühsommer soll laut Bürgermeister Mädler mit dem Bau begonnen werden. "Wir gehen davon aus, dass im September 2021 zum ersten Mal Kinder aufgenommen werden können."

Die Kindertagesstätte war bereits im Sommer 2019 Thema im Gemeinderat

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Auf den Weg gebracht hat der Gemeinderat auch die Gründung einer Arbeitsgruppe, die einen Notfallplan ausarbeiten soll, falls es einmal zu einem längeren flächendeckenden Stromausfall kommt. Bürgermeister Mädler will noch in seiner Amtszeit Vertreter aller Einrichtungen zusammentrommeln, die mit der Versorgung der Bevölkerung betraut sind. Schließlich bestätigte der Gemeinderat auch noch einstimmig den neu gewählten Kommandanten der Feuerwehr Hohenkemnath, Christoph Staudte, und dessen Stellvertreter Stefan Schinzl im Amt. Außerdem ist die Kinderfeuerwehr nunmehr offiziell in die Gemeindefeuerwehr integriert und damit versichert.

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