30.10.2018 - 16:20 Uhr
UrsensollenOberpfalz

Feuerwehr übt fleißig

Fit an ihren neuen Gerätschaften sind die Aktiven der Feuerwehr Ursensollen. Bei einem Ausbildungstag widmeten sie sich ausführlich der technischen Hilfeleistung.

Mit verschiedenen Aspekten der technischen Rettung befasst sich die Feuerwehr Ursensollen bei ihrem Übungstag.
von Externer BeitragProfil

Diesem Thema hatte sich die Stützpunktfeuerwehr Ursensollen schwerpunktmäßig in diesem Jahr gewidmet. Beim Ausbildungstag wurde an neue Gerätschaften und Ausrüstungsgegenständen geübt. Diese stehen seit dem Frühjahr durch das neue Hilfeleistungs-Löschfahrzeug (HLF 20) der Feuerwehr zur Verfügung.

Bernhard Graml, Übungsleiter und stellvertretender Kommandant, freute sich, dass viele Aktive teilnahmen. Nach einer kurzen Einweisung mussten Feuerwehrleute mehrere Stationen durchlaufen. An einer stand die maschinelle Zugeinrichtung im Mittelpunkt. Stations-Ausbilder Harald Gehr ging zunächst auf die technischen Daten und die Funktionsweise der Zugeinrichtung ein. Danach folgten das taktisch korrekte Aufstellen des Fahrzeuges und die Inbetriebnahme.

Richtig stabilisieren

Nächster Punkt war das richtige Anschlagen und Ziehen von Lasten. Den Aktiven wurden dabei die verschiedenen Anschlagmittel und Möglichkeiten aufgezeigt, außerdem kam die Umlenkrolle zum Einsatz. Abschließend wurde über die nötigen Sicherheitsbestimmungen beim Betrieb von Zugeinrichtungen informiert. An der zweiten Station ging es um die Sicherung und die Stabilisierung von verunglückten Fahrzeugen in Sonderlagen. Aufgabe der Aktiven war, einen Transporter, der sich überschlagen hatte, auf dem Dach auf einer Betonleitplanke zum Liegen gekommen war und abzustürzen zu drohte, zu sichern. Zunächst bewahrten die Aktiven den Transporter mittels Greifzug gegen den Absturz, danach fixierten sie mit den Stabilisierungsstützen das Fahrzeug. Ausbilder Florian Geißler erklärte die Funktionsweise und die richtige Anwendung dieser Geräte.

Rettung mit Ketten, bei der eingeklemmte Personen durch Ziehen befreit werden, war das Thema der letzten Station. Wie Ausbilder Graml ausführte, sei diese Methode nicht die erste Wahl, sondern sollte der Plan B sein. Anwenden könnte man diese Methode für Sofortrettungen, wenn alle anderen Maßnahmen zu lange dauern würden. Auch bei extrem schwierigen Einsatzlagen - wie vor wenigen Wochen bei einem Lastwagen-Unfall auf der Autobahn - könnte man sich für diese Rettungsart entscheiden.

Innerhalb kürzester Zeit

Bei der Übung wurden Ketten an bestimmten Stellen des verunglückten Fahrzeugs angeschlagen und mit der Seilwinde des Hilfeleistungs-Löschfahrzeug verbunden. Nach wenigen Entlastungsschnitten kam das Kommando zum Ziehen. Innerhalb kürzester Zeit wurde so der Vorbau des demolierten Fahrzeuges abgeklappt, was bei einer Patientenrettung nötig sei. Alle Beteiligten waren positiv überrascht, wie schnell diese Methode war.

Nach einem anstrengenden Übungstag informierte Kommandant Thorsten Michel noch über aktuelle Themen und lud alle Beteiligten zur wohlverdienten Brotzeit ein.

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