(brü) Es ist ein Neuanfang, der irgendwie Parallelen aufzeigt für Andreas Graml, den ehemaligen Mittelfeldspieler und Publikumsliebling des FC Amberg. Während aber seine letzten beiden Vereine für die er spielte - die SpVgg SV Weiden zwangsweise von der Bayernliga in die Landesliga und der FC Amberg dann freiwillig bis in die Bezirksliga - abgestiegen sind, geht Graml freiwillig noch zwei Schritte weiter nach unten. Bei seinem Heimatverein, der DJK Ursensollen, geht er als Spielertrainer in die neue Saison in der Kreisklasse Süd Amberg-Weiden.
Kürzertreten
Dabei waren es nicht die sportlichen Aspekte, die Graml dazu bewegten, nach der letzten Saison, in der er für die Wasserwerker noch Bayernliga spielte, in seinen Heimatort, nach Ursensollen, zu kommen: "Wir haben vor kurzem unser erstes Kind bekommen. Familiär bedingt will ich daher kürzertreten, was den höherklassigen Fußball betrifft", so Gramls Entscheidung zum Gang von der Bayernliga in die Kreisklasse.
Wichtig für ihn ist dabei seine Heimatverbundenheit. "Ich hätte natürlich auch bei anderen Vereinen in der Umgebung in der Kreis- oder Bezirksliga spielen können, was für mich aber nicht in Frage kommt. Ich bin Ursen-sollener und will in meinem Heimatverein etwas bewirken - und dies aus meiner Sicht natürlich längerfristig", freut sich Graml auf die Aufgabe.
Bei Jahn Regensburg
Der 29-Jährige ist gebürtiger Ursensollener, hat bis zur C-Jugend bei der DJK gespielt, ging dann im zweiten Jahr der C-Jugend zum FC Amberg, spielte kurz für den Jahn Regensburg, für die DJK Ammerthal und bis zum letzten Jahr neun Jahre lang beim FC Amberg, inklusive des Aufstiegs in die Regionalliga. "Die Zeit beim FC war einfach top, der Aufstieg und die Saison Regionalliga waren die Höhepunkte für mich. So was werde ich sicher nie mehr vergessen."
Nach dem Abstieg und Zerfall der Mannschaft vom Amberger Schanzl gab es für Graml die Option, weiterhin Bayernliga zu spielen. "In Weiden habe ich mich auch sehr wohl gefühlt, leider kam dann auch etwas Verletzungspech dazu." Und dann die zu erwartende Familienvergrößerung, so dass er sich zum Ende der Saison auch von der SpVgg SV Weiden verabschiedete.
In Ursensollen bei der DJK will er nach seinen Worten wieder längerfristig etwas aufbauen, das "auf einheimischen Füßen" steht. Und dies gemeinsam mit Thomas Kotzbauer. Der 27-jährige Hohenkemnather, der bei der DJK Ammerthal ebenfalls bereits Bayernliga-Luft schnuppern konnte, hatte im vergangenen September übergangsweise das Amt des Spielertrainers der ersten Ursen-sollener Mannschaft übernommen.
Eigene Kräfte
"Wichtig für uns als DJK ist, das mit Andi und Tom zwei Eigengewächse die Traineraufgabe übernehmen, auch bei der Mannschaft wollen wir uns auf unsere eigenen Kräfte besinnen und haben uns von der sogenannten Zukaufmentalität verabschiedet", fasst DJK-Fußballspartenchef Daniel Meuler die Neustrukturierung der Abteilung zusammen. "Wir wollen mit unseren eigenen Leuten nach oben, die Fußballabteilung der DJK wieder besser machen", ist das ausgegebene Ziel von Andreas Graml, Tom Kotzbauer und Daniel Meuler gemeinsam. Es wird sich zeigen, ob die Prise Bayernliga für frischen Wind am Ursensollener Rängberg sorgen wird.














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