09.10.2018 - 19:35 Uhr
UrsensollenOberpfalz

Der letzte Volkswandertag in Ursensollen

Traumwetter verwöhnte die Teilnehmer an beiden Volkswandertagen in Ursensollen. 43 Vereine waren dabei. Den ersten Platz belegten die Wanderfreunde aus Richtheim - beim letzten Wandertag. Es gibt keinen mehr, der ihn organisiert.

Bürgermeister Franz Mädler dankt Spartenleiter Hans Augsberger und seiner Gattin Leni für geleistete Arbeit. Mit im Bild Schirmherr Michael Rischke

Start und Ziel war die Aula der Mittelschule. Schirmherr Michael Rischke ging mit einer Reihe geladener Ehrengäste und vielen Wanderern auf die bestens ausgeschilderten drei Strecken von drei, fünf und zehn Kilometern - je nach Wunsch und Kondition. Gemeinsam führten alle durch die Raiffeisenstraße und das neue Baugebiet zur ersten Kontrollstelle am Kellerhäusl.

Von hier ging die Drei-Kilometer-Strecke in östlicher Richtung ins Ziel, die Fünf- und Zehn-Kilometer-Varianten weiter auf dem ehemaligen Bahnkörper (jetzt Schweppermann-Radweg) zur 1901 erbauten Hoibrücke. Hier zweigte die Fünfer-Strecke ab, während die Zehner-Tour weiter durch die herbstliche Juralandschaft nach Allmannsfeld führte, wo auch die Stempel- und Verpflegungsstelle war. Unter der Hoibrücke vereinigten sich beide Touren wieder, übers Kellerhäusl mit dem Fledermauskeller, der besichtigt werden konnte, zum Ziel. Aula und Atrium waren voll besetzt, als Wanderleiter Hans Augsberger alle Teilnehmer und viele Ehrengäste begrüßte. Er lobte die Organisation und die Wanderstrecke, die für jeden geeignet sei, um für Fitness und Gesundheit etwas zu tun.

Es ist Kult in Ursensollen: Seit 32 Jahren gibt es für die fünf größten Gruppen einen "Sauhammer". Mit Musikbegleitung wurden die geräucherten Schinken, auf einer Stange aufgereiht, hereingetragen und vom Schirmherrn verteilt. Wie in den Vorjahren sicherten sich die WF Richtheim Platz eins. Auf den Rängen folgten die Wanderfreunde aus Demling, aus Schwarzhofen, aus Amberg und aus Kümmersbruck. Auch die Ortsvereine DJK und DJK-FV Ursensollen wurden für ihre große Teilnehmerzahl ausgezeichnet.

Still wurde es im Saal, als Wanderchef Hans Augsberger verkündigte, dass er nach 30 Jahren erfolgreichen Wirkens sein Amt als Organisator niederlege - und dass kein Nachfolger gefunden werden konnte. Damit war der 45. Wandertag der letzte in Ursensollen. Das verkündete Augsberger als Mitbegründer mit Wehmut. Die Wandersparte in der DJK bleibe jedoch bestehen und sei auch weiterhin Mitglied in DVV.

Bürgermeister Franz Mädler bedauerte das Ende der Wandertage in Ursensollen. Man müsse aber den Entschluss von Hans Augsberger respektieren und akzeptieren. Er würdigte die großen Verdienste des Wanderchefs und seines Teams. Jeder, der irgendwo ehrenamtlich tätig sei, wisse, wie viel Arbeit und Zeit hier nötig seien. Ein Buch der Gemeinde und eine Flasche Sekt sollten eine kleine Anerkennung sein, sagte der Rathauschef. Auch Augsbergers Gattin Leni zollte er große Anerkennung. Ssie habe Jahrzehnte mitgewirkt und bei allen 45 Wandertagen mitgearbeitet. Auch Gründungsmitglied Ludwig Bäuml und den Ehrenvorsitzenden der DJK, Ludwig Lehmeier, würdigte Mädler für besondere Verdienste mit einem Buchgeschenk.

Noch lang saßen die Wanderfreunde im Anschluss beisammen, erfreuten sich an der Musik des Alleinunterhalters Anton aus Gailoh und stärkten sich mit den reichhaltig angebotenen Speisen. Viele Wanderer waren voll des Lobes für die schöne Strecke, die gute Organisation und den schmucken Ort und drehten deshalb noch eine Zusatzrunde im "Golddorf" Ursensollen.

Siegerehrung nach dem Volkswandertag in Ursensollen (von links): Wanderfreunde Schwarzhofen, DJK Ursensollen, Wander- und Volkssportverein Amberg, Leni Augsberger, Schirmherr Michael Rischke, Spartenleiter Hans Augsberger, Wanderfreunde Richtheim, Demling und Kümmersbruck.
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