25.09.2020 - 15:20 Uhr
UrsensollenOberpfalz

Liebeserklärung an Italien

Das Trio „i CantAutori“ versprach den Kubus-Besuchern mit dem Programm „Viaggio in Italia“ eine musikalische Italien-Reise. Auf den Spuren der bekannten Liedermacher, der cantautori. Was die rund 50 Gäste zu hören bekamen, war viel mehr.

(Von links) Rocky Verardo, Andrea Paoletti und Richie Necker von „I CantAutori“ spielen eine Hommage an die Liedermacher Italiens.
von Externer BeitragProfil

Von Verena Sägenschnitter

Es war eine Liebeserklärung an Italien, an das Leben, an die großen cantautori und an die Musik im Allgemeinen. Die Reise begann in Bologna, wo Rocky Verardo, meisterhaft am Piano, Akkordeon und im Gesang ab der ersten Note die Leichtigkeit des Südens und die Leidenschaft der Südländer vereinte. Zusammen mit Richie Necker an der Gitarre, Mandoline, Bass und Gesang und Andrea Paoletti an den Percussions und der Gitarre ging es für das Trio weiter Richtung Süden nach Rom, wo sie den berühmten Cantautori Francesco de Gregori huldigten.

Das Lied „Titanic“ erzählt von einer Kreuzfahrt über den Atlantik und die Begegnungen an Bord. Virtuos dabei die Klänge des Meeresrauschen, imitiert von Andrea Paoletti, der mit den Händen die Töne aus den Instrumenten herauskitzelte. Mal gefühlvoll und leise, mal laut und stürmisch. Nach anfänglich ruhigen Rhythmen nahm die Fahrt sprichwörtlich Fahrt auf und führte weiter Richtung Norden nach Mailand.

Dort verzauberten die Klänge zum Lied „Fiore di Maggio“ zu Deutsch „Maiblume“, welches der Liedermacher Fabio Piccaluga zur Geburt seiner Tochter im Monat Mai schrieb. Die Botschaft des Abends war die Huldigung der tiefgründigen, poetischen Musik Italiens, welche den Dreien ein Anliegen ist. Von Mailand ging es schließlich nach Asti und wieder zurück nach Rom und von dort in die eher dunklen Ecken Genuas und weiter nach Triest. Die Auswahl der Lieder bestimmt die Stimmung des jeweiligen Augenblicks. Nostalgisch-träumerisch in der einen und mitreißend und schelmisch in der anderen Sekunde.

Die Leidenschaft der Musiker tut ihr übriges. Bei einem fulminanten Solo von Andrea Paoletti mit den Händen und einem stehenden Gitarrenritt von Richie Necker gibt es tosenden Beifall. Der Abend endet nach über zwei Stunden ohne Pause ebenso, mit den Worten Zuccheros „Oh bella ciao, Mia bella ciao…“

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