Ursensollen
Update 27.07.2018 - 17:47 Uhr

Nagelneue Ballenpresse brennt aus: 180.000 Euro Schaden

Eine kohlschwarze Rauchsäule in der Nähe von Garsdorf lässt am Donnerstagabend nichts Gutes erahnen. Tatsächlich brennt eine Ballenpresse, die erst seit drei Tagen in Betrieb ist. Entsprechend groß ist der Schaden: 180.000 Euro.

Nur mit Schaum können die Feuerwehrleute gegen die meterhohen Flammen etwas ausrichten. Feuerwehr Ursensollen
Nur mit Schaum können die Feuerwehrleute gegen die meterhohen Flammen etwas ausrichten.

(ll) Die nagelneue Ballenpresse fing bei Drescharbeiten Feuer, wie aus dem Pressebericht der Polizeiinspektion Amberg hervorgeht. Ein technischer Defekt gilt als wahrscheinlichste Brandursache. Der Vollbrand zerstörte die Maschine komplett.

Laut Kreisbrandmeister Alexander Graf, dem Einsatzleiter der Feuerwehr, hieß es bei der Alarmierung um 20.49 Uhr noch, der Brand sei in der Nähe eines Waldes ausgebrochen, was angesichts der aktuellen Trockenheit bei den Wehrmännern schon Befürchtungen auslöste, das Feuer könnte auch auf Bäume übergreifen. Aber der Landwirt, der mit der Maschine arbeitete, habe sie noch rechtzeitig in die Mitte des abgeernteten Feldes gefahren, so dass sich die Gefahr für den Wald minimierte. "Dafür sind dort dann halt 50 Quadratmeter Stoppelacker abgebrannt", so Graf. Das Übergreifen der Flammen auf das restliche Getreidefeld aber konnten die Feuerwehren verhindern.

Was die Löscharbeiten an der Ballenpresse schwierig machte, war unter anderem das eigene Hydrauliköl der Maschine - "die hat ungefähr 150 Liter davon", schätzte Alexander Graf . Die Wehren mussten es mit speziellem Schaum löschen: "Mit Wasser allein ging das nicht."

Als glücklicher Umstand bei der raschen Bekämpfung des Brandes erwiesen sich zwei Güllefässer mit jeweils 3000 Litern Wasser, die zwei Landwirte den Feuerwehren zur Verfügung stellten, so dass diese von Anfang an genug Löschmittel hatten. "Das war super."

Die Feuerwehren hatten etwa 45 Leute im Einsatz: von der örtlich zuständigen Garsdorfer Wehr, der Ursensollener Gemeindestützpunkt-Wehr sowie den Hohenkemnather und Gailoher Wehren, die wegen der Löschwasserversorgung alarmiert worden waren. Apropos Alarmierung: die erwischte die Ursensollener Löschtruppe, als sie nach absolvierter Leistungsprüfung gerade zum gemütlichen Teil des Abend übergehen wollte. Aber Brandbekämpfung hat natürlich Vorrang vor dem Feiern. Am längsten dauerte der Einsatz für die Garsdorfer, die die Brandwache übernahmen und in der Nacht mehrfach bei der ausgebrannten Ballenpresse nach dem Rechten sahen.



Nachdem das Feuer gelöscht ist, bleibt eine total ausgebrannte Maschine zurück. Feuerwehr Ursensollen
Nachdem das Feuer gelöscht ist, bleibt eine total ausgebrannte Maschine zurück.
 
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