06.10.2019 - 16:38 Uhr
UrsensollenOberpfalz

Uncle Sally und die Sehnsucht ins alte Amerika

Wie klingt der "American Dream"? Etwa wie Uncle Sally, die im Kubus einzigartigen Spirit von amerikanischer Akustik-Country-Musik versprühen.

"Uncle Sally", das sind (von links): Peter Perzlmaier (Bass), Sepp Zauner (Moderation und Fiddle), Ulrike Dirschl (Gesang und Waschbrett), Martin Dietl (Gitarre, Banjo, Mandoline, Gesang) und Stefan Schindlbeck ("Multi-Instrumentalist").
von PKMOProfil

Mit Cowboyhut und Karohemd standen alle Zeichen auf "American Roots Musik", wie die fünf Regensburger von Uncle Sally ihre einzigartige Mischung aus Country-Perlen, Folk Songs, Bluegrass Stücken und vielem anderen aus der amerikanischen Musiklandschaft, liebevoll nennen. Ihren Koffer mit Nostalgie-Magie packten die Vollblutmusiker nun auf der Bühne im Kubus in Ursensollen aus. Souverän und humorvoll leitete Bandmitglied Sepp Zauner, der sonst an der Fiddle begeisterte, durch den Abend. Klassiker, wie "One more cup of coffee" von Bob Dylan, machten den Anfang. Mal leise, mal laut. Mal traurig und melancholisch, mal beschwingt und fröhlich gewannen die Regensburger ihr Publikum für sich.

Flexibel bei Instrumenten

Was am Anfang noch ein verhaltenes Klatschen war, endete mit euphorischem Beifall. Musikgrößen wie Tom Petty, Dolly Parton oder Neil Young bekamen ein ganz besonderes Tribut. Irische und jazzige Klänge ergänzten das Akustik-Programm. Dabei drückte die Band den Klassikern stets ihren eigenen Stempel auf und interpretierte vielgehörte Melodien noch einmal anders. So variabel die Band in ihrer Songauswahl ist, so flexibel sind sie bei den Instrumenten. Allen voran "Multi-Instrumentalist" Stefan Schindlbeck hatte alle Hände voll zu tun: Bluegrass-Banjo, Mandoline, Gitarre und Mundharmonika wechselten von Lied zu Lied.

Daneben bildete Peter Perzlmaier am Bass die Konstante. Weiteres Highlight an diesem Abend: Das selbst geschriebene Lied von "Motor" und Gitarrist Martin Dietl, der ebenfalls häufig zu Banjo und Mandoline griff und auch mit seinem Gesang überzeugte. Der Text zu "Bar Bazaar" war vor 20 Jahren während seiner Zeit in Amerika und handelt von wahren Begebenheiten.

Nicht nur beim folgenden "Alabama Test", sondern den ganzen Abend, brillierte Sängerin Ulrike Dirschl mit ihrer klaren Stimme. Die Regensburger besangen auch das "Galway Girl", aber nicht das von Ed Sheeran, sondern das von Steve Earle. Irgendwie weckt und befriedigt die Musik von Uncle Sally gleichermaßen Sehnsüchte ins ferne, alte Amerika, in dem Salontüren knallen und Strohballen über eine leer gefegte Wüstenstraße wehen. Unmöglich bei den eingängigen Melodien und dem hervorragenden Sound der Band, nicht mitzuwippen oder zu klatschen. Der eine oder andere traute sich sogar, das Tanzbein zu schwingen.

Extra-Applaus für Zugabe

Zum Abschluss gab es ein Mitsing-Lied: Mary Hopkin's "Those were the days". So ganz ohne Zugabe ließ Uncle Sally sein begeistertes Publikum im Kubus zum Glück nicht zurück und kassierte auch dafür noch einmal extra Applaus.

"Uncle Sally" hatte im Kubus Musik im Gepäck.
"Uncle Sally" hatte im kubus Musik im Gepäck.
"Uncle Sally", das sind (von links): Peter Perzlmaier (Bass), Ulrike Dirschl (Gesang und Waschbrett), Sepp Zauner (Moderation und Fiddle), Martin Dietl (Gitarre, Banjo, Mandoline, Gesang) und Stefan Schindlbeck ("Multi-Instrumentalist").
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