21.07.2020 - 17:00 Uhr
UrsensollenOberpfalz

Ursensollen: Artgenossen sollen ausgerissene Kuh anlocken

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Seit Samstagmorgen hat niemand mehr die Kuh gesehen, die sich am Donnerstag in den Wald zwischen Kümmersbruck und Ursensollen abgesetzt hat. Doch jetzt soll die Anziehungskraft ihrer Artgenossen sie auf den rechten Weg zurückbringen.

Auch dort, wo die Trasse der Autobahn über das Waldgebiet verläuft, sind Warnschilder aufgestellt.
von Markus Müller Kontakt Profil

Am Montag sorgte die Meldung von einer schon mehrere Tage frei herumlaufenden Kuh für Aufsehen. Das Tier hatte am Donnerstag einen Stallwechsel in Richtheim genutzt, um stiften zu gehen. Am Freitag gegen 22 Uhr stellte es sich einem Streifenwagen der Polizei in den Weg, ließ auch seelenruhig die Ohrmarke kontrollieren, um anschließend wieder im Wald zu verschwinden.

Herde als Lockmittel

Laut dem Amberger Polizeipressesprecher Achim Kuchenbecker handelt es sich um ein noch recht junges Tier, das aber schon über 300 Kilogramm wiegt. Als wahrscheinlicher Aufenthaltsort des Rindes gilt derzeit der Wald zwischen Garsdorf, Waldhaus und der Autobahn. Dort hat der Landwirt, dem die Kuh gehört, jetzt einige andere Tiere aus der Herde hingebracht. Seine Hoffnung: Sie mögen die Ausreißerin anlocken, damit sie sich unkompliziert einfangen lässt.

Tier kommt nicht auf Autobahn

Nach Auskunft von Achim Kuchenbecker sieht man bei der Polizei derzeit keine Notwendigkeit für einen Abschuss des flüchtigen Rindes. Auf die Autobahn könne es nicht, und auf der Straße durch das Waldgebiet gehe von dem Tier keine große Gefahr aus. Vorsichtshalber hat die Polizei aber im Köferinger Tal Hinweisschilder aufgestellt und die erlaubte Geschwindigkeit auf 50 Kilometer pro Stunde reduziert.

Der erste Artikel über die ausgebüxte Kuh

Kümmersbruck
Verkehrsschilder zwischen Köfering und Waldhaus weisen die Verkehrsteilnehmer auf die Gefahr durch eine dort frei herumlaufende Kuh hin.

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