15.05.2019 - 15:27 Uhr
UrsensollenOberpfalz

Ursensollen als Flohmarkt: 50 Familien verkaufen Dachbodenperlen und Kellerschätze

Der ganze Ort als Einkaufszentrum? Alois Lehmeier aus Ursensollen hat die "1. Ursensollener Schnäppchenjagd" organisiert - er nennt es einen "Garagenflohmarkt im ganzen Dorf", am Sonntag, 19. Mai.

Klassiker wie eine Gugelhupfbackform oder eine Kaffeemühle sind sicher auch dabei. Aber der Ursensollener Garagenflohmarkt hat auch Kurioses im Angebot: Ein Oldtimer-Moped und einen Holzofen.
von Heike Unger Kontakt Profil

Jetzt ist er gespannt, wie die Premiere am Sonntag, 19. Mai, von 10 bis 17 Uhr ankommt. Die Idee dazu hat Lehmeier aus Mittelfranken "importiert": Bei Besuchen dort ist ihm aufgefallen, dass in verschiedenen Orten solche Dorf-Garagen-Flohmärkte stattfinden und auch gut ankommen. "Das könnte doch auch bei uns in Ursensollen möglich sein", dachte sich Lehmeier. Er war sich sicher, "in vielen Häusern schlummern Dachbodenperlen oder Kellerschätze, die man gerne loswerden, aber nicht einfach auf den Wertstoffhof werfen möchte". Abgesehen davon, dass es gut für die Umwelt sei, wenn nicht gleich alles vernichtet, sondern weiterverwertet werde.

Interessierte Resonanz aus dem Bekanntenkreis ermunterte Lehmeier, einen Versuch zu wagen. Anfangs sei es schwierig gewesen, einen Partner für die Aktion zu finden, doch dann habe er Unterstützung bei den Freien Wählern bekommen, insbesondere mit Kopien, Drucken und Flyern. Letztere sind wichtig, weil über 50 Familien als Verkäufer mitmachen: Wer wo verkauft, sehen Schnäppchenjäger auf einem Ortsplan, den man am Sonntag bei einem Infostand beim Gasthof Reif bekommt. Alle Garagen, in denen etwas verkauft wird, "sind zusätzlich durch bunte Luftballons erkennbar", erläutert Lehmeier. Hier wartet ein kunterbuntes Sortiment mit "klassischen" Flohmarktartikeln wie ausrangierten Haushaltsgegenständen, Kleidungsstücken, Comics oder Schallplatten, aber auch Ungewöhnliches von der Schnittschutzhose bis zum Holzherd und zum Oldtimer-Moped. Und für Verpflegung wird laut Alois Lehmeier auch gesorgt.

Dass die Aktion ihm einiges an Arbeit beschert hat, ist für Lehmeier kein Problem. Die Begeisterung der Beteiligten sei Motivation für ihn- ebenso wie der Gedanke, damit den Ort zu beleben. Vor allem aber könnten so "neue Bürger, die mitmachen, andere Leute kennenlernen". Gut möglich, dass der Ursensollener Garagenflohmarkt keine Eintagsfliege bleibt. Lehmeier denkt schon über eine Neuauflage im nächsten Jahr nach - und auch daran, aus der Aktion eine jährliche Veranstaltung zu machen, die man dann sogar "mit einem Dorffest" verbinden könnte.

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