31.07.2019 - 12:24 Uhr
UrsensollenOberpfalz

Visite bei sehenswerter Ausgrabungsstätte

Friedhof
von Externer BeitragProfil
freigelegtes Haus
Die große Besuchergruppe sah sich in Grafenried ausgiebig um.
Brauerei
Kirche

In Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk für Kommunalpolitik organisierten die Freien Wähler Ursensollen eine Fahrt zum deutsch-tschechischen Gemeinschaftsprojekt, zur Ausgrabungsstätte Grafenried. Dieses liegt inmitten des ehemaligen militärischen Sperrgebietes an der deutsch-tschechischen Grenze.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Bewohner zwangsausgesiedelt, Gebäude teils abgetragen, überschüttet oder dem Verfall überlassen. Funde der Ausgrabungen belegen, dass die Geschichte des Ortes bis in das Mittelalter reicht. 2012 begann Helmuth Roith, als Initiator des Projektes, nach jahrelanger bürokratischer Vorarbeit sowohl mit den deutschen als auch mit den tschechischen Behörden einzelne Gebäude des Dorfes wieder freizulegen.

Neben der Kirche, dem Friedhof und einem ehemaligen Brauereigebäude war die archäologische Freilegung der wahrscheinlich ersten Glashütte Grafenrieds aus der Zeit um 1500 vor Christus ein geschichtlich sehr bedeutender Fund.

Heute ist Grafenried ein Besuchermagnet. Verschiedene Wanderrouten führen inmitten des heutigen Naturschutzgebietes zu dieser sehenswerten Ausgrabungsstätte. Die Europäische Union, der Bezirk Oberpfalz und die tschechische Regierung sehen das Projekt mittlerweile als Mahnmal der Geschichte und unterstützen die archäologischen Ausgrabungen finanziell, um historische Funde als Zeitzeugen zu sichern.

Albert Geitner, Kreisvorsitzender der Freien Wähler aus Ursensollen hat seit Jahren Kontakt zum Initiator dieses grenzüberschreitenden Projektes und vermittelte die Fahrt mit Führung aus erster Hand, die auf große Resonanz gestoßen ist.

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