Hallimasch, Marone, Steinpilz, Milchbrätling, Sandröhrling und einige andere Schwammerlarten bescherten den 30 Teilnehmern an der Pilzwanderung von Oberpfalz-Medien Sammlerglück. Doch nicht nur das. Die Veranstaltung entpuppte sich auch als sehr lehrreich, denn die Pilzsachverständige Martina Franke von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie vermittelte den Teilnehmern eine Menge Wissenswertes über sämtliche Pilzarten, Fundorte, Geschmack und Zubereitung. Die Befürchtungen Frankes, dass die Ausbeute wegen der Trockenheit mager ausfallen könnte, bewahrheitete sich nicht, denn die Kursteilnehmer hatten nach ihrem rund einstündigen Streifzug durch den Wald knapp 50 Pilzarten, darunter 13 verschiedene Speisepilze, in ihren gut gefüllte Körben.
Bevor die Schwammerl-Interessierten in den Wald ausströmten, wartete Martina Franke mit einer theoretischen Lehreinheit auf, bei sie viel Wissenswertes über Pilze vermittelte. Sie hatte dazu einen Tisch mit einer großen Auswahl an bekannten und unbekannten Pilzarten als Anschauungsmaterial vorbereitet und stand für Fragen zur Verfügung. Dass in der Oberpfalz aufgrund der günstigen Bodenbeschaffenheit aus Sand, Gneis und Kalk 7000 Pilzarten, davon 850 Speisepilze, wachsen, war zu erfahren. Oder auch, dass die radioaktive Belastung durch den Reaktorunfall von Tschernobyl nicht mehr bedenklich sei und dass Pilze beim Sammeln aus der Erde gedreht werden sollen.
Frank machte auch auf die giftigen Pilzarten aufmerksam, die schwere Schäden an Nieren, Leber und Nerven verursachen können, allen voran der grüne Knollenblätterpilz. „Sollte dieser aus Versehen im Sammelkorb gelandet sein, sollte man das gesamte Sammelgut mitsamt Korb entsorgen, weil der Pilz seine hochgiftigen Sporen auf alles, was mit ihm in Berührung kommt, verteilt“, riet Martina Franke. Sie machte aber auch auf die Heilpilze aufmerksam und gab Auskunft über die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen der einzelnen Pilzarten. Zu guter Letzt überraschte die Pilzsachverständige noch mit ihrem Lieblingspilzrezept.
Während die Kursteilnehmer dann den Wald nach Schwammerln durchstreiften, hielt sich Martina Franke stets in der Nähe auf. Sie erwies sich als wandelndes Pilzlexikon, denn sie hatte auf sämtliche Fragen der Pilzsammler eine Antwort parat.















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