„Jung gefreit und nie bereut“, betonen Brigitte und Karl Seebauer. Sie lachen sich aufrichtig, ja sogar ein wenig verschmitzt zu und man glaubt es den beiden sofort. Denn sie feiern ihre doch recht seltene „diamantene Hochzeit“, sprich ihr 60-jähriges Ehejubiläum in stabiler Gesundheit.
Brigitte erzählt, dass sie im Gasthaus „Zur Waage“ in Rosenberg aufgewachsen ist und bereits mit 14 ihren Karl kennen gelernt hat. Dieser war Schlosser in der nahen Maxhütte und dort gern gesehener Gast. Allerdings mussten die beiden sich noch über vier Jahre lang gedulden. Aber als Brigitte 18,5 Jahre und Karl 22 Jahre alt war, wurde am 19.Januar 1966 geheiratet, wobei für Brigitte damals noch die Eltern auf dem Standesamt unterschreiben mussten. Doch schon immer wusste die junge Frau, „was sie wollte“, nämlich ihren Karl. Ein halbes Jahr wohnten sie bei ihren Eltern, dann mieteten sie eine Wohnung in Traßlberg. 15 Jahre lang war dies ihre Heimat, auch für ihre Söhne Mario, der 1967 geboren wurde, und Armin (1978). Oma und Opa Seebauer freuen sich über insgesamt fünf Enkelsöhne von den beiden.
Immer waren die beiden fleißig: Karl machte nach seiner zweijährigen Bundeswehrzeit den Techniker. Sein Wissen setzte er dann im Forschungsbereich der Maxhütte ein, bis er mit 59 Jahren in Rente ging. Brigitte arbeitete zuerst im Familienbetrieb in Rosenberg im Gasthaus und der Metzgerei mit und dann weiter als Fachverkäuferin in der Metzgerei Vogel in Ursulapoppenricht. Ganz in deren Nähe, in Godlricht, bauten sie 1981 ihr eigenes Haus. Mit einer Nerzfarm mit 2400 Tieren auf ihrem Gelände erregten sie damals nicht nur regionale Aufmerksamkeit. 1966 hatten sie bereits mit Aufzucht und Pflege der Pelztiere in Obersdorf angefangen und bis 2005 setzten sie dies in den Hallen neben ihrem Eigenheim fort.
Die quirlige Starke und der ruhende Pol
Fragt man nach den Eigenschaften des Ehepaares, so merkt man schnell, dass sich da zwei unterschiedliche Temperamente „gesucht und gefunden“ haben. Brigitte ist quirlig, spontan anpackend und durchsetzungsstark. Sie sagt von sich: „Ich mach halt, was zu tun ist! Und das gleich und ganz, nie halb!“. Kochen und Backen gehören zu ihrem Aufgabenbereich und sind eigentlich schon mehr Hobby als Arbeit, versichert sie.
Dagegen ist Karl eher der „ruhende Pol“, einer, der erstmal abwartet und überlegt, dem nichts pressiert und der offensichtlich in sich zu ruhen scheint. Beide hegen und pflegen gemeinsam ihren großen Garten, bauen Gemüse an und pflegen ihre Obstbäume. Die Ernte verwerten sie in ihrem Haushalt und verschenken auch gerne etwas davon an Familie und Freunde.
Gern entspannt sich Brigitte in Thermen und Karl hat große Freude beim Mitsingen im Ursulapoppenrichter Männergesangverein.
Eine starke Verbindung ist zwischen Brigitte und Karl entstanden. Sie können sich aufeinander verlassen, gehen miteinander durch dick und dünn und werfen sich nach 60 Jahren Eheleben noch vertraute liebevolle Blicke zu.
Mit den Beiden freuten sich die erweiterte Familie, viele Freunde und Bekannte. Der MGV Ursulapoppenricht und auch Bürgermeister Georg Götz gratulierten herzlich mit Geschenken im Namen der Marktgemeinde.



















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