12.06.2019 - 15:48 Uhr
Utzenhofen bei KastlOberpfalz

Baum geht postwendend wieder zurück

Vorsitzender Thomas Wittmann gewinnt Utzenhofener Kirwa-Aushängeschild als Erster. Er will die Trophäe aber gar nicht behalten.

So sieht ein glückliches Oberkirwapaar aus: Moritz Riehl und Verena Lautenschlager.
von Autor AUNProfil

Gute Kapellen und fesche Kirwapaare sorgten - trotz Frauen Fußball-Weltmeisterschaft - für Stimmung, Tradition und Brauchtumspflege bei der Vituskirchweih. Eine staatliche Fichte als Wahrzeichen auf dem Dorfplatz erinnert daran. Es waren drei ausgelassene Tage, als die Utzenhofener mit zahlreichen Gästen zum 27. Mal dort Kirwa feierten.

Die Festtage begannen am Freitag mit einem großen Schafkopfturnier. An 24 Tischen wurde um viele wertvolle Preise gespielt. Die ersten drei Plätze gingen alle an Kartler aus Utzenhofener. Preise erhielten: Stefan Zehetbauer (200 Euro), Karl Fischer (100 Euro), Roland Fromm (50 Euro).

Die Kirwaleut begannen am Samstagnachmittag mit dem Baumaufstellen neben dem Festzelt. Sie hatten den Riesen am Vormittag geschält und geschmückt. Mit viel flüssiger Nahrung wurde der Stamm mit Hilfe eines Autokranes in die Senkrechte gebracht und mit dem Keilholz befestigt. Danach bauten die Organisatoren rund um den Baum das Tanzpodium auf. Abends unterhielten die Gewekinger Buam+Madl die Gäste bis spät in die Nacht.

Am Pfingstsonntag stand ein Gottesdienst zu Ehren des Kirchenpatrons Sankt Vitus auf dem Programm. Zelebriert hat ihn Pfarrer Josef Kanovsky, der die Kirwapaare und die örtlichen Vereine vor den Pfarrheim abholte. Trotz durchtanzter Nacht war es 16 Kirwapaare und die Vereinsabordnungen eine Selbstverständlichkeit, die gemeinsame Feier des Patroziniums mitzugestalten.

Am Sonntagnachmittag kamen die Paare - chauffiert mit dem Pferdefuhrwerk von Stefan Hofmann aus Ehrungsfeld - am Dorfplatz an. Unter den Klängen der vier Saba z'dreckat, zogen die Akteure zur Tanzbühne, wo bereits eine große Schar an Besuchern auf den Auftritt der Paare wartete. Nun folgte der Höhepunkt: das Austanzen und die Kür des Oberkirwapaares. Schnell zeigte sich, wer bei den Walzern, Polkas, Zwiefachen und Boarischen in den Tanzstunden aufgepasst hatte.

Beim Schnoderhüpferln wurden den Utzenhofenern, und ihren Gästen allerhand bekannt gemacht, was im täglichen Leben so alles passiert sein soll. Beim Schlusswalzer bestimmte das Los im Blumenstrauß Moritz Riehl und Verena Lautenschlager zum Oberkirwapaar. Am Abend lud die Kirwagemeinschaft die Bevölkerung ein zum Verweilen mit der Band Sigstas.

Am Pfingstmontag hieß es wieder "Der Bär ist los". Er mischte sich nach alter Sitte unters Kirwavolk, zog durchs Dorf, und sorgte für schwarze Gesichter und Aufregung. Am Abend ging es noch einmal so richtig rund, für Superstimmung sorgte die Band Keine Ahnung .

Bei der von Sebastian Breunig und Elisabeth Geitner geleiteten Verlosung des Baumes zog ausgerechnet der Kirwavorsitzender Thomas Wittmann zum ersten Mal und Michael Hummel zum zweiten Mal das große Los. Sie gaben den Baum postwendend wieder zur Versteigerung frei und bescherten dadurch der Kirwagesellschaft Utzenhofen einen großen Erlös. Der Baum wurde von den Kirwamoidln und -buam Wolfsfeld für 370 Euro ersteigert.

Stimmung pur war also auch am dritten Tag angesagt, und immer wieder tönte es durchs Zelt: "Oh Kirwa lou niat nou". Dem Vernehmen nach soll es noch ziemlich lang gegangen sein - vor allem in der Titanic-Bar.

Die 16 Utzenhofener Kirwapaare ließen es über Pfingsten drei Tage lang krachen.

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.