Zusätzlich zu der Summe von 5.000 Euro muss der Käufer noch 17,85 Prozent Courtage an das Auktionshaus, 3,5 Prozent Grunderwerbssteuer an den Freistaat Bayern sowie Notarkosten bezahlen.
Zunächst hatte es allerdings nicht danach ausgesehen, dass das Objekt überhaupt einen Käufer findet. Niemand hatte im Vorfeld ein Gebot abgegeben, es gab keine zugeschalteten Telefonbieter – sehr ungewöhnlich für die Immobilien der Deutschen Bahn, die sich wegen der billigen Startpreise bei den öffentlichen Versteigerungen in Berlin eigentlich größeren Interesses erfreuen. Auch in der Region hatten im Laufe des vergangenen Jahres bereits der leerstehende Bahnhof in Vilseck (39.000 Euro), eine danebenliegende Ladestraße (29.500 Euro) sowie das frühere Empfangsgebäude in Forsthof (42.000 Euro) hohe Preise erzielt.
Allerdings waren die Erschwernisse beim Vilsecker Stellwerk – wie in der Amberger Zeitung bereits beschrieben – wohl zu offensichtlich: Zum einen gibt es keinen rechtlich gesicherten Weg auf das 280 Quadratmeter große Gelände, zum anderen steht im Haus noch ein nahezu komplettes Stellwerk.
Dann aber schlug doch noch einer der im Versteigerungssaal Anwesenden zu. Auf den Ausruf „Ich brauche eine Bieterkarte“ von Auktionator René Silva hob tatsächlich ein Mann sein Kärtchen mit der Nummer 52. Konkurrenz hatte er nicht zu befürchten. Schnell ließ Silva den Hammer drei Mal fallen – zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten.
Was der Käufer mit dem Gebäude anstellen könnte und ob er Pläne hat, blieb allerdings offen. Zunächst wollte der Mann mit süddeutschem Akzent nichts sagen, sondern lieber den darauf folgenden Versteigerungen zuhören – später verschwand er aus dem Saal. Somit bleibt abzuwarten, ob sich am ehemaligen Stellwerk wirklich etwas tut.
















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.