06.09.2018 - 18:26 Uhr
VilseckOberpfalz

Fledermäuse ganz nah

Bei zwei Führungen anlässlich der Europäischen Fledermausnacht in Schnaittenbach und Vilseck ließen sich die Naturfreunde nicht vom schlechten Wetter abhalten.

Den einzigen in einem Vogelnistkasten erreichbaren Fledermausfund macht Rudolf Leitl im Schnaittenbacher Staatsforst. Auf seiner Hand sieht man, wie klein das Tierchen ist.

(usc) Während in Schnaittenbach nur acht Teilnehmer zur Führung durch den nahen Staatsforst beim Sportzentrum kamen, strömten in Vilseck fast 50 Leute zum Pavillon an der renaturierten Vilsaue. Beide Gruppen durften Fledermäuse aus nächster Nähe erleben. Mit einer langen Leiter ausgerüstet, holte Gebietsbetreuer und Fledermausexperte Rudolf Leitl eine Bechstein- und eine Fransenfledermaus aus einem Fledermauskasten und zeigte sie den Naturfreunden. Im Taschenlampen-Schein waren weitere schlafende Flattermänner in hohen, sehr flachen Fledermauskästen zu sehen. In vielen weiteren Kästen ließ Tierkot erkennen, dass diese auch bewohnt waren.

Zur Dämmerung postierte sich die Vilsecker Gruppe dann an der Vils, die Schnaittenbacher an einem Waldweiher. In den Regenpausen zeigten sich sofort Insekten jagende Fledermäuse, hauptsächlich Zwerg- und Wasserfledermäuse. Ihre Ultraschallrufe waren als lautes Knattern in einem Spezial-Detektor zu hören.

Eine Fledermaus, die noch in der Starre ist, kann Leitl den Naturfreunden ganz ausführlich und aus der Nähe zeigen.

Bildtext

Im Schnaittenbach Forst hängen zahlreiche Kästen. Die wenigsten davon waren von Höhlenbrütern belegt, wie die Nachschau von Gebietsbetreuer und Fledermausexperte Rudolf Leitl ergab. Hier schreckte Leitl einen bereits schlafenden Kleiber auf, der schimpfend in der Dämmerung das Weite suchte.

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