Wie bei der Sitzung des Vilsecker Stadtrats bekannt gegeben wurde, planen Joachim und Julian Götz neben der bei Heringnohe bestehenden Photovoltaikanlage eine weitere Anlage auf ihren Grundstücken. Die Planer stellten dem Gremium den der Vorentwurf vor, ehe der Stadtrat den erforderlichen Aufstellungsbeschluss fasste. Auf dieser Basis kann dann auch in die frühzeitige Behördenbeteiligung eingestiegen werden.
Die Idee war löblich, blieb aber letztlich im Versuch stecken. Ziel war ursprünglich, in der Vilsecker Altstadt an den Samstagvormittagen einen Bauermarkt zu etablieren. Dieser Versuch sei "leider als gescheitert" anzusehen, bedauerte Bürgermeister Hans-Martin Schertl. Im Frühjahr 2021 gab es demnach einen vielversprechenden Start, dann aber traten Probleme auf, weil der Markt nicht rentabel sei, wie die Standbetreiber beklagten. Absagen von Händlern trafen ein bis es nur mehr zwei waren, Verkehrsteilnehmer hielten sich auf den Flächen vor dem Hotel Angerer nicht an die Verkehrsregeln. Nun ist der Bauernmarkt eingestellt.
Der Chef der Auerbacher Polizei, Erster Hauptkommissar Thomas Dietrich, stellte die Sicherheitswacht und Möglichkeiten für die Stadt Vilseck vor. Die Sicherheitswacht versteht sich laut Dietrich quasi als zusätzliches Auge und Ohr für die Polizei sowie als Bindeglied zur Bevölkerung. Ob eine solche ehrenamtliche Sicherheitswacht für Vilseck und Auerbach Bedeutung haben kann, wird noch zu besprechen sein. Die neuen AOVE-Geschäftsleiterin Katja Stiegler stellte sich und die aktuellen Projekte der AOVE vor.
Über die Sitzung des Schulverbunds Obere Vils/Ehenbach mit Vorstellung der Verbundplanung und der Klassenaufteilung berichtete Bürgermeister Hans-Martin Schertl im Stadtrat. Fazit: "Es gibt offenbar erhebliche Probleme bei der Klassenplanung." Laut Schertl ist im Vergleich zum Vorjahr die Schülerzahl mit 427 fast konstant, vor zehn Jahren hatte der Schulverbund noch 530 Schüler. Man müsse bei gleichbleibender Klassenzahl mit erheblich weniger Stunden auskommen, denn die Stunden würden nach Schülerzahl berechnet. Wie Schertl bekundete, würden laut Budgettabelle des Kultusministeriums dem Schulverbund Obere Vils/Ehenbach 786 bis 810 Stunden zustehen, derzeit seien aber nur 748 Stunden zugewiesen. Man hoffe, dass der Stundenanteil noch auf 770 Stunden gesteigert werden kann.
Ein weiteres Problem wurde bei der Sitzung angesprochen: Derzeit seien viele Kinder aus der Ukraine in den Klassen aufgenommen. Diese dürften in der offiziellen Statistik des Kultusministeriums nicht mitgezählt werden, somit werde für diese Kinder auch kein Stundenanteil an den Schulverbund weitergegeben. Zudem seien 35 Stunden aus dem Budget für Informatik und Englisch M-Zug zu entnehmen. Für die Umsetzung hätten die Schulleiter die Verantwortung, sagte Schertl. "Es hat den Anschein, dass Bildung oben bei der Regierung und beim Kultusministerium nicht gefragt ist, sondern nur Zahlen und Statistiken", monierte er. Schertl regte an, bei der nächsten Verbundssitzung zu diesem Thema einen Vertreter des Schulamte mit einzubeziehen. Die Probleme seien seit Jahren bekannt, es gebe aber weder seitens der Regierung noch vom Kultusministerium entsprechende Unterstützung.
Die Vilsecker Mittelschule sei mit 140 Kindern die stärkste im Verbund, ließ Schertl wissen. Im nächsten Schuljahr könnten sogar zwei 7. Klassen mit 18 und 20 Schülern gebildet werden. Da jedoch in der Mittelschule Hahnbach in der 7. Klasse nur zwölf Kinder erwartet würden, müssten acht Schüler aus Vilseck nach Hahnbach überwechseln. Damit könne eine Klasse und die benötigten Stunden eingespart werden. Er habe darauf hingewiesen, dass die Mittelschule Vilseck nun zum zweiten Mal Schüler abgebe. Und sollte die Vilsecker Mittelschule einmal Kinder für eine Klassenbildung benötigen, dann müsse auch von anderen Schulen eine Unterstützung für die Vilsecker Mittelschule kommen. „Noch haben wir in Vilseck stabile Klassen und brauchen keine auswärtige Unterstützung. Aber unsere Vilsecker Mittelschule darf nicht immer nur der Lückenfüller für andere Mittelschulen im Verbund sein“, betonte der Bürgermeister.













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