07.04.2019 - 14:08 Uhr
VilseckOberpfalz

JFG Obere Vils wieder auf richtigem Weg

Vor einem Jahr stand die JFG Obere Vils am Scheideweg. Jetzt verkündete Vorsitzender Peter Lehner bei der Jahreshauptversammlung: Er könne mit Stolz sagen, dass alles umgesetzt worden sei, was man sich vor einem Jahr vorgenommen habe.

Bei der Jugendfördergemeinschaft Obere Vils rollt der Ball wieder so, wie es sich die Verantwortlichen vorstellen.
von Autor MCProfil

Lehner erinnerte im Sportheim des FV Vilseck daran, dass 2018 die Weichen für die Zukunft gestellt worden seien. In einem Elternbrief habe der Verein seine Ziele formuliert, die unter anderem auf leistungsorientiertem Fußball und auch darauf basieren, dass allen anderen ebenso die Möglichkeit geboten wird, Fußball zu spielen.

Ein weiteres Hauptanliegen sei es gewesen, alle Mannschaften mit qualifizierten Trainern zu besetzen. Diese und auch andere Vorhaben, wie einheitliche Trainingskleidung, Hallenturniere, Planung einer Saisonabschlussfahrt und eines JFG-Familientags, hätten alle umgesetzt werden können. Lehner resümierte, dass man eine Grundlage geschaffen habe, auf der jeder Jugendliche mit Erfolg und Spaß Fußball spielen könne.

Die Struktur des Vereins sei auf fünf Bausteinen aufgebaut: 1. Das Team

Ebenso wie eine Fußballmannschaft, die Erfolg haben will, müsse auch ein Vorstand als Team harmonieren. Für ihn gelte der Leitsatz "das Team ist der Star", und so habe im Vorstand der JFG Obere Vils jeder seine Aufgabe, die er 100-prozentig erfülle. 2. Die Finanzen

Hier griff der Vorsitzende der verhinderten Kassiererin Andrea Leopold vor und erläuterte, dass 2018 der Umsatz fast doppelt so hoch war wie im Vorjahr. Lehner bedankte sich bei den Stammvereinen für deren Einlagen und bei allen Sponsoren und Spendern. Schließlich fließe jeder einzelne Euro in die Ausbildung der Spieler. 3. Veranstaltungen

Diese Einnahmequellen seien enorm wichtig für die JFG, und Veranstaltungen wie der Raiffeisen-Junior-Hallen-Cup, der JFG-Familientag, der Kommersabend zum zehnjährigen Bestehen, die Austragung eines Freundschaftsspiels des 1. FC Nürnberg in Seugast mit 1200 Zuschauern und die Verkaufsstelle am Vilsecker Handwerkermarkt mit über 2000 Besuchern hätten zusätzlich einige Euros in die Kasse gespült. Den Organisatoren Thomas Hüttner und Christian Teichert sowie den beteiligten Eltern dankte Lehner für die große Unterstützung. 4. Visionen

Die Visionen seien kurz- und langfristig ausgerichtet. Die kurzfristigen seien schon abgearbeitet worden. Langfristig könne man sportlich noch das erreichen, was sich der Verein zum Ziel gesetzt habe, nämlich mit allen Mannschaften in der Bezirksoberliga zu spielen. Weitere langfristige Visionen wären der Bau eines Kunstrasenplatzes, wobei Lehner an die Kommune dachte. Einem Verein sei ein solches Projekt nicht zuzumuten. Hier erwähnte der Vorsitzende noch die Anzahl der Jugendlichen, die bis zum Jahr 2025 ins Seniorenlager überwechseln. Er sehe die JFG als Prototyp für die Zukunft. 5. Schwächen

In puncto Pressearbeit liegt Lehners Meinung nach noch einiges im Argen. Hier müsse der Verein noch gewaltig nachlegen. Auch müsse man sich noch breiter aufstellen, indem man aktive Beisitzer im Vorstand habe, die bisher fehlten.

Sportlicher Leiter Thomas Hüttner berichtete über die Platzierungen der Juniorenmannschaften von der U 12 bis zur U 19. Er sei der Meinung, dass es Ziel der Leistungsmannschaften sein müsse, in die BOL aufzusteigen bzw. die Liga zu festigen. Um diese Ziele zu erreichen, habe man im Trainerbereich wirklich qualifizierte Leute gewinnen können.

Dadurch sei vieles möglich gewesen: dass die U 19 den Aufstieg in die Kreisliga schaffte, die U 17 zurzeit in der BOL den 3. Tabellenplatz belegt, die U 16 in die Kreisklasse aufstieg, die U 13 Erster in der Qualifikationsrunde wurde und die U 12 nur knapp am Aufstieg scheiterte. Die U 13 holte zudem den Kreismeistertitel in der Halle. Eine tolle Werbung für die JFG war laut Hüttner das eigene Hallenturnier mit Mannschaften aus dem gesamten bayerischen Raum. Mit Lukas Gebhard wechselte vor der Saison ein Spieler in die U 16 der SpVgg Greuther Fürth, und aktuell absolvieren weitere Spieler Probe-Trainingseinheiten bei Proficlubs.

Für die neue Saison berichtete Hüttner, dass einige Trainer ihr Bleiben bereits zugesagt hätten und man sich mit den anderen noch in Gesprächen befinde.

Bürgermeister Hans-Martin Schertl ging auf die Erstellung eines Kunstrasenplatzes ein. Er könne sich vorstellen, dass für dieses Projekt vonseiten des Stadtrats eine finanzielle Unterstützung genehmigt werde. Er selbst sehe es aber nicht als originäre Aufgabe einer Kommune an, eine derartige Einrichtung zu erstellen und zu unterhalten. Dies sei eine Pflichtaufgabe der Vereine.

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