11.03.2020 - 10:51 Uhr
VilseckOberpfalz

Staatsministerin Gerlach spricht bei der JU Vilseck über Digitalisierung

Ministerin Judith Gerlach kam auf Einladung der JU nach Schlicht und zeigte sich positiv überrascht, dass hier so viele junge Menschen für den Stadtrat und Kreistag kandidieren. Das sei zukunftsweisend, wie auch die Digitalisierung.

Der Vortrag der Staatsministerin für Digitalisierung, Judith Gerlach, bei der JU Vilseck über Programme und Möglichkeiten der Digitalisierung stieß nicht nur bei jungen Leuten auf großes Interesse.
von Autor CTProfil

„Es liegen gute Vorschläge für die Digitalisierung auf dem Tisch, jetzt heißt es nur eins: Anpacken. Vilseck muss mitgehen, denn wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit!", so eröffnete der Ortsvorsitzende Jonas Dittrich das Mittagsgespräch mit Digitalministerin Judith Gerlach.

"Digitalisierung bringt nichts, wenn wir analoge Prozesse einfach in die digitale Welt umwandeln. Es müssen komplett neue Prozesse entstehen," begann sie ihr Fachreferat. Die Gründung des Digitalisierungsministeriums wäre auch deswegen so wichtig gewesen, weil man hier Neues wagen könne und nicht auf festgefahrene Strukturen treffe. Auch auf das Förderprogramm "Digitales Rathaus" ging Judith Gerlach ein. Neben der Digitalisierung von Behördengängen beinhalte dies auch die Weiterbildung zu Digitalisierungslotsen. Diese sollen den Bürgern die Vorteile der digitalen Behördengänge näherbringen und eine effektive Umsetzung in den Behörden sicherstellen, hieß es.

Als weiteres wichtiges aktuelles Themenfeld sprach Gerlach die künstliche Intelligenz an. Diese sei ein wichtiger Schlüssel, um beispielsweise Hautkrebs effektiv zu behandeln. Es könne ein Land nur dann international mithalten, wenn es die künstliche Intelligenz fördere. „Der Freistaat Bayern gibt mit der neuen Hightech-Agenda zwei Milliarden Euro für die Erforschung dieses Gebiets aus. Dies ist für ein Bundesland ein großer Betrag.“ Nach ihrem Vortrag musste die Ministerin noch zahlreiche Fragen der sehr interessierten Besucher beantworten.

JU-Kreisvorsitzender Henner Wasmuth ging in seinem Beitrag auf die Forderungen der JU-Kreistagsliste ein. So will er die Rufbus-Angebote digital möglich machen und eine Landkreis-App einführen. Die Vorsitzende der Jungen Union Oberpfalz, Stefanie Dippl, sprach als IT-Spezialistin mit den anwesenden Gästen über aktuelle Problemfelder der Digitalisierung, welche derzeit kaum eindeutig zu definieren und klar zu umreißen sei. In jedem Fall müsse bei all dem, was geplant und umgesetzt werde, die Bevölkerung eingebunden werden: „Wenn die Menschen keine Angst haben, werden sie die digitalen Angebote benutzen", so ihre Meinung.

Schließlich sprach sich auch Bürgermeisterkandidat Markus Graf dafür aus, dass sich staatliche Behörden mehr von der Digitalisierung im privaten Bereich und in der Wirtschaft abschauen könnten: „Mir kommt es so vor, dass es sich der Staat immer besonders schwer macht. Wenn zum Beispiel sämtliche Rechnungen der Firmen per Mail verschickt werden, die staatlichen Ebenen aber weiter stur auf Fax und Post setzen, dann ist es für mich nicht nachvollziehbar. Ich denke nämlich nicht, dass Fax und Post sicherer sind." Er versprach: „Ich werde das Thema hartnäckig verfolgen. Warum soll Vilseck nicht auch einmal vorangehen?“

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