02.08.2020 - 15:29 Uhr
VilseckOberpfalz

Stadt Vilseck will das Zentrum stärken

"Innen statt Außen", heißt es in Vilseck in Sachen Stadtentwicklung. Weil der Freistaat ein entsprechendes Förderprogramm aufgelegt hat, will man auch finanziell von der Stärkung der Stadtmitte profitieren.

Das „Groß-Anwesen“ am Marktplatz ist im Besitz der Stadt Vilseck und soll saniert und zu Wohnungen umgebaut werden.
von Redaktion ONETZProfil

Der Freistaat Bayern hat 2018 die Förderinitiative "Innen statt Außen" geschaffen. Mit dieser Initiative werden Anreize zur Innenentwicklung und zum Flächensparen gesetzt. Im Rahmen eines städtebaulichen Gesamtentwicklungskonzepts werden Kommunen dabei unterstützt, vorrangig Innenentwicklung zu betreiben und Zersiedelung zu vermeiden. Die gemeindliche Planungshoheit wird jedoch durch dieses Förderangebot nicht eingeschränkt. Grundsätzlich ist auch weiterhin die Ausweisung von Wohnbau- und Gewerbeflächen im Außenbereich möglich.

Bereits im Jahr 2019 hat der Stadtrat Vilseck ebenfalls den Wunsch geäußert, die innerörtliche Entwicklung der Stadt zu stärken. Wird man in diese Förderinitiative mit aufgenommen, bieten sich aber höhere Zuschüsse für die Stadt Vilseck. Laut Pressemeldung hat der Stadtrat daher in seiner letzten Sitzung einstimmig beschlossen, diesen Selbstbindungsbeschluss zu fassen. Als erstes Projekt soll das sogenannte Groß-Anwesen am Marktplatz, das sich im Besitz der Stadt Vilseck befindet, saniert werden. Ziel ist es, hier neuen Wohnraum zu schaffen.

Mehr aus der Vilsecker Stadtratssitzung

Vilseck

Die Satzung der Spitalstiftung Vilseck stand ebenfalls auf der Tagesordnung der letzten Stadtratssitzung. Aufgrund einer Prüfungsfeststellung des Bayerischen Kommunalen Prüfungsverbands in der letzten überörtlichen Rechnungsprüfung hat der Stadtrat Vilseck bereits im Januar die entsprechende Änderung der Satzung beschlossen. Diese Änderungssatzung wurde der Regierung der Oberpfalz als zuständige Genehmigungsbehörde anschließend vorgelegt. Die Regierung aber war mit dem Ergebnis nicht zufrieden, sie empfiehlt einen kompletten Neuerlass, da im Vergleich zur bisherigen Satzung aus dem Jahr 1971 noch weitere grundsätzliche Änderungen vorgenommen werden sollten. Hier wurde ein einstimmiger Beschluss gefasst.

Bei der Straße Nr. 33 "Bahnhofvorplatz und Weg zur Güterhalle" handelt es sich um eine im April 1963 gewidmete Ortsstraße. Sie diente der Zufahrt zum Bahnhofslagerhaus, von wo aus Güter von der Straße auf die Schiene verladen wurden. Mit dem Abriss der Lagerhalle verlor auch die Straße ihre Bedeutung, sie ist im derzeitigen Zustand nicht mehr als öffentliche Straße wahrnehmbar. Deshalb soll dieser Weg eingezogen, also aufgelöst werden. Andreas Willax (CSU) wollte wissen, welche Wendemöglichkeiten für Busse es dann noch gebe, wenn der Vorplatz keine offizielle Straße mehr sei. Da es zu weiteren Diskussionen kam, wurde der Punkt zunächst zurückgestellt.

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