29.07.2020 - 15:20 Uhr
VilseckOberpfalz

Stadtrat Vilseck sagt Ja zu Solarpark und Barrierefreiheit

Die Stadt Vilseck kommt ihrem Ziel, durch regenerative Energien autark zu werden, einen Schritt näher: Der Stadtrat hat die Weichen für eine weitere größere Photovoltaikanlage gestellt.

Nach dem Abmulchen der vorhandenen Blühflächen gibt der Kreisverkehr bei Axtheid-Berg ein trostloses Bild ab: Der Stadtrat kann sich eine optische Aufwertung vorstellen.
von Redaktion ONETZProfil

Der neue Solarpark bei Hohenzant soll eine Gesamtfläche von rund 28 Hektar umfassen. Der Großteil der Anlage liegt allerdings für die Autofahrer versteckt hinter Bäumen. Im Stadtrat mussten jetzt die Stellungnahmen aus der Bürger- und Behördenbeteiligung behandelt werden. Da es keine nennenswerten Einwände gab, konnten der Entwurf in der vorliegenden Fassung gebilligt und der Auslegungsbeschluss gefasst werden. Stadtrat Heinrich Ruppert beantragte, dass bei dem Projekt eine finanzielle Beteiligung der Bürger ermöglicht wird.

Photovoltaik-Projekte im Stadtrat Vilseck

Vilseck

Kreisel soll schöner werden

Danach stand ein Antrag der Fraktion Einheitsblock Freie Wählerschaft auf Gestaltung und Verschönerung des Kreisverkehrs bei Axtheid zur Debatte. Der Anlass: Dafür, dass der Kreisverkehr an exponierter Stelle liegt und das Einfallstor nach Vilseck ist, gibt die Insel optisch ein sehr jämmerliches Bild ab, wie der Einheitsblock Freie Wählerschaft findet. Er will deshalb, dass der Kreisel schöner werden soll. Der sei momentan nur mit Gras und einigen Büschen bewachsen. Aus anderen Gemeinden und Landkreisen gebe es hervorragende Beispiele, wie Kreisverkehre ansprechend gestaltet werden können.

Bürgermeister Hans-Martin Schertl unterstützt den Antrag, erklärte aber dazu, dass die Unterhaltspflicht der Fläche bisher beim staatlichen Bauamt liege. Eine Umgestaltung und die laufende Pflege müsste die Stadt Vilseck tragen. Man kam überein, das Projekt spätestens 2022 umzusetzen, wenn im Haushalt 2021 das Geld für eine Verschönerung fehlt.

Stadtrats-Mehrheit stimmt zu

Einige Stadträte merkten an, dass man die Biodiversität nicht außer Acht lassen dürfe und Insekten weiterhin Blühflächen bieten solle. Zweiter Bürgermeister Thorsten Grädler äußert dazu, dass sich bei einer Umgestaltung die verschiedenen Aspekte ergänzen könnten. Sowohl Blühflächen als auch eine Aufwertung, etwa durch das Stadtwappen, seien vorstellbar. Stadtrat Wilhelm Ertl ergänzte, dass man sowohl Wirtschaftlichkeit und Sicherheit, aber auch den Umweltschutz unter einen Hut bringen müsse. Der neu gegründete Arbeitskreis „Biodiversität“ der Stadt könnte das Projekt weiterverfolgen. Die Stadträte votierten mit Mehrheit (19:1) für eine Verschönerung des Kreisverkehrs.

Inklusionsbeauftragte Lisa Weiß hatte zwei Anträge eingereicht, die im Haushaltsjahr 2021 umgesetzt werden sollen. Einer gilt der Barrierefreiheit im Rathaus, der andere einem ebenen Belag in der Klostergasse. Das Rathaus soll als öffentliches Gebäude für jeden zugänglich sein. Die erste Umbaumaßnahme zur Barrierefreiheit vor dem Rathaus wurde bereits umgesetzt: Mitarbeiter des Bauhofes haben das Kopfsteinpflaster durch großflächige Granitplatten ersetzt.

Aufzug fehlt weiterhin

Es bleiben die Hürden im Gebäude, vor allem die Treppe ins Obergeschoss und in den Sitzungssaal. Letzterer wird für öffentliche Veranstaltungen, Tagungen und Trauungen genutzt, ist allerdings nicht jedem zugänglich. Deshalb beantragte Lisa Weiß einen Aufzug. Bürgermeister Hans-Martin Schertl würde für die Umsetzung einen Planer beauftragen, da dieses Vorhaben bereits vor fünf Jahren beim Umbau diskutiert wurde, allerdings wegen zu vieler Probleme nicht weiterverfolgt wurde.

Die zweite Maßnahme soll in der Klostergasse umgesetzt werden. Das dort verlegte Kopfsteinpflaster ist eine große Hürde für Rollstuhlfahrer, Gehwägen oder auch Kinderwagen. Vorstellbar wäre, das Pflaster neu auszufugen und anschließend abzufräsen. Möglich wäre auch ein abgesenktes, ebenes Pflaster als Gehsteig. Inklusionsbeauftragte Lisa Weiß schlug vor, sich in Sachen Barrierefreiheit an spezielle Fachbüros und Berater zu wenden, die die Maßnahme begleiten können. Außerdem hält sie einen Ortstermin mit dem Vorsitzenden des Inklusionsbündnisses Amberg-Sulzbach, Georg Dietrich, für sinnvoll, um seine Meinungen und Vorschläge zu hören. Der Antrag auf Barrierefreiheit beziehe sich auf alle Ortsteile und öffentlichen Gebäude im Gemeindegebiet. Im Stadtrat befürwortete einstimmig, beide Projekte weiterzuverfolgen.

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