03.08.2020 - 14:07 Uhr
VilseckOberpfalz

In Vilseck gründet sich Bürgerenergie-Genossenschaft

Im sogenannten Schlichter Hölzel zwischen Reisach und Ködritz wird auf einer Fläche von circa neun Hektar eine Photovoltaikanlage errichtet. Der Stadtrat hat die Weichen gestellt, im Herbst kann das Projekt starten.

Geschäftsleiter Harald Kergl, Bürgermeister Hans-Martin Schertl, Stefan Trummer von der Firma Voltgrün und Lucia Gold (von links) von der Energie Verwaltungs GmbH unterzeichnen den Gesellschaftsvertrag für eine Bürgerenergie Vilseck GmbH&Co.KG".
von Redaktion ONETZProfil

Träger der geplanten Photovoltaikanlage in der Gemeinde Vilseck ist Firma Voltgrün aus Regensburg, über die die gesamte Projektierung und Planung der Anlage bis zur Baureife erfolgt. Der Kontakt entstand durch den gebürtigen Vilsecker Stefan Trummer, der einer der Geschäftsführer dieses Unternehmens ist.

Ziel des Stadtrats ist es, auf alternative Energien zu setzen und damit energieautark zu werden. Der Standort der neuen Anlage wurde als landwirtschaftlich benachteiligtes Gebiet eingestuft, somit ist die Fläche förderfähig. Die Strommenge, die die Anlage erzeugt, entspricht dem Gesamtstromverbrauch von mehr als 2200 Vier-Personen-Haushalten.

Nun wurde die Bürgerenergie Vilseck GmbH&Co.KG gegründet. Mitglied dieser Betreibergesellschaft ist unter anderem die Stadt Vilseck. Bei einem Treffen im Rathaus unterzeichneten Bürgermeister Hans-Martin Schertl, der Geschäftsführer der Firma Voltgrün, Stefan Trummer, und Lucia Gold von der Firma GSW die Verträge für die Gründung der Bürgerenergie-Genossenschaft. Über diese Gesellschaft können sich die Bürger per Nachrangdarlehen mit einer flexiblen Laufzeit von 5, 10 oder 15 Jahren und einer festen Verzinsung von rund 3,5 Prozent am wirtschaftlichen Erfolg der Anlage beteiligen.

"Eine finanzielle Bürgerbeteiligung muss transparent und komfortabel sein, weshalb sich ein Nachrangdarlehen anbietet", erklärte der Vorhabenträger Voltgrün Energie GmbH dazu. Somit bietet sich für die Vilsecker die Möglichkeit, in ein regionales Vorhaben zu investieren.

28 Hektar großer Solarpark bei Hohenzant

Vilseck

Eine Informationsveranstaltung für Menschen aus der Gemeinde ist für Mittwoch, 9. September, geplant. Die Teilnehmer werden dabei über die Beteiligungsmöglichkeiten und die Chancen und Risiken der Anlageform aufgeklärt. Bürgermeister Hans-Martin Schertl wies darauf hin, dass der Erfolg der Energiewende nur in Kooperation mit der Bevölkerung möglich sei. Die mit der dezentrale Energiewende einhergehende regionale Wertschöpfung stelle einen großen Vorteile dar. Daher habe sich auch der Stadtrat für eine Bürgerbeteiligung ausgesprochen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.