21.08.2018 - 18:23 Uhr
VilseckOberpfalz

Wahlkampfauftakt in Vilseck: CSU gibt sich kämpferisch

"Die Landtagswahl ist für uns noch keine gmahde Wiesn": Harald Schwartz formuliert mahnende Worte. Aber auch motivierende: Wer zur Kenntnis nehme, was die CSU jahrzehntelang in Bayern geleistet habe, "kann eigentlich nur uns wählen".

Wahlkampfauftakt der CSU-Kreisverbände Amberg und Amberg-Sulzbach (von links): Harald Schwartz, Martin Preuß, der Amberger CSU-Stadtverbandsvorsitzende Stefan Ott, Oberbürgermeister Michael Cerny, Patrick Fröhlich, Vorsitzender des CSU-Kreisverbands Amberg-Sulzbach, MdB Alois Karl und Bezirkstagskandidat/JU-Kreisvorsitzender Henner Wasmuth.

(gfr) In der Ortsvorsitzenden-Konferenz im Gasthof Angerer in Vilseck ergriff auch Bundestagsabgeordneter Alois Karl das Wort: Warum die Umfragen die CSU derzeit nicht fröhlich stimmen, könne er nicht nachvollziehen. Wirtschaftsdaten und Arbeitslosenzahlen könnten kaum besser sein. Aber trotzdem wollten viele der CSU einen Denkzettel verpassen: "Wofür eigentlich?" Etwa 55 Prozent der Wähler seien noch unentschlossen - "die müssen wir überzeugen".

Nur keine sächsischen Verhältnisse

Seine Partei wolle keine sächsischen Verhältnisse, wo CDU und AfD jeweils mit 30 Prozent Stimmenanteil rechnen könnten. Damit sei eine vernünftige Regierungsbildung unmöglich, sagte Karl. "Wir haben keine Angst vor unseren politischen Gegnern und werden diese mit überzeugenden Argumenten bekämpfen, zu Lande, zu Wasser und in der Luft." Die politischen Mitbewerber der CSU seien untereinander zerstritten, aber in einem Punkt einige, nämlich in dem Ziel, die absolute Mehrheit der CSU im Bayerischen Landtag zu brechen, betonte Landtagsabgeordneter Harald Schwartz. Das versuchten sie mit Kandidaten, die kaum einer kenne. Und vernünftige Konzepte könnten Freie Wähler, SPD, Grüne oder gar AfD auch nicht vorweisen.

Unter der CSU-Regierung könne Bayern mit den besten Wirtschaftszahlen in ganz Deutschland punkten, unterstrich Schwartz. Bayern habe die wenigsten Arbeitslosen. Eigenheimzulage, Pflege- und Familiengeld zeigten, dass es sich auch in der Sozialpolitik von andern Bundesländern abhebe. Äußerungen mancher Funktionäre aus Sozialverbänden oder Kirchen hält Schwartz für grenzwertig. Was die CSU-Staatsregierung für Amberg und den Landkreis geleistet habe, spreche für sich. Schwartz erinnerte an Behörden, die in die Region verlagert wurden, etwa das Breitband- und das IT-Zentrum für die bayerische Justiz, das Landesamt für Pflege oder die Polizeischule in der Klosterburg Kastl. Kein Verständnis zeigte er für den Stil, mit dem der Bayerische Ministerpräsident diffamiert werde. Bayern habe bundesweit die besten Förderprogramme für Kommunen. Und die CSU habe auch das beste Angebot an Kandidaten, mit denen sie optimistisch in die Wahl gehen könne.

Video-Gruß aus dem Zillertal

Martin Preuß, Kandidat für den Bezirkstag, sagte, er sich in den vergangenen fünf Jahren in die Fraktion gut eingearbeitet. "Fakten und Erfolgsbilanz sprechen für uns." Aus eigener beruflicher Sicht stelle er fest, dass die vom Bezirk auf den Weg gebrachten Verbesserungen bei den Pflegebedürftigen auch ankommen. Preuß hob die kürzlich eröffnete Tagesklinik für Kinder-, Jugend- und Erwachsenenpsychiatrie am Klinikum St. Marien in Amberg hervor - eine große Erleichterung für Betroffene und deren Angehörige.

Per Video-Botschaft war Landtags-Listenkandidat Thomas Bärthlein aus dem Urlaub im Zillertal zugeschaltet. Er betonte, dass die CSU in Amberg und in Bayern gute Politik mache: So solle es auch bleiben. "Wir jungen Leute wollen ein sicheres und stabiles Bayern", betonte der JU-Kreisvorsitzende und Bezirkstags-Listenkandidat Henner Wasmuth. In Bayern stehe die CSU für Familie, für Kinder und "wir stehen auch hinter unserer Polizei".

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