Vilseck
04.04.2022 - 10:44 Uhr

Wanderausstellung im Vilsecker Rathaus verfolgt die Spuren von Jan Hus

Bürgermeister Hans-Martin Schertl, Stadtheimatpflegerin Paula Weiß, die Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins, Barbara Schneider, die Kultur- und Tourismusbeauftragte der Stadt, Adolfine Nitschke, und Charles Herold vom Geschichtspark Bärnau-Tachov (von links) eröffnen die Wanderausstellung im Vilsecker Rathaus. Bild: Stefanie Gradl
Bürgermeister Hans-Martin Schertl, Stadtheimatpflegerin Paula Weiß, die Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins, Barbara Schneider, die Kultur- und Tourismusbeauftragte der Stadt, Adolfine Nitschke, und Charles Herold vom Geschichtspark Bärnau-Tachov (von links) eröffnen die Wanderausstellung im Vilsecker Rathaus.

Der Geschichtspark Bärnau Tachov hat im Zuge des Projekts „Der Weg des Jan Hus in der Region Pilsen und der Oberpfalz“ eine informative Wanderausstellung erstellt, die jetzt in Vilseck präsentiert wird. Sie kann im Rathaus-Foyer von 4. bis 24. April zu den üblichen Rathausöffnungszeiten besichtigt werden.

Der Verein „Via Carolina – Goldene Straße“ will in Zusammenarbeit mit Tschechien die letzte Reiseroute des Gelehrten Johannes Hus von Prag bis Konstanz als 800 Kilometer langen Wander- oder Pilgerweg anbieten. Der auf tschechischer Seite bereits vorhandene Weg von Prag bis Bärnau soll weitergeführt werden. Vorerst betrifft dies nur die Route entlang der Goldenen Straße im Abschnitt Bärnau bis Nürnberg. Späteres Endziel ist Konstanz, wo Jan Hus 1415 auf dem Scheiterhaufen hingerichtet wurde. Orientiert an den Jakobswegen soll es ein Reisetagebuch mit Stempeln, Ruheorte und sogenannten „Meilensteinen der Zeit“ geben. Finanziert wird der Projektabschnitt vom Europäischen Fond zur regionalen Entwicklung mit etwa 252.000 Euro. Ziel ist die tiefere Wahrnehmung der eigenen Geschichte und das Ausräumen von Vorurteilen, die die Hussitenkriege hinterlassen haben.

Auch in Vilseck wird voraussichtlich im Sommer 2022 ein Meilenstein aus rotem Sandstein aufgestellt. Die Stadt liegt zwar nicht an der Hauptroute der Goldenen Straße, aber im Trassenband der historischen Route und hat in den vergangenen 20 Jahren zusammen mit der AOVE zahlreiche Projekte zum Thema umgesetzt. Die Wanderausstellung stimmt auf den neuen Wanderweg ein.

 
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