10.06.2020 - 14:26 Uhr
VilseckOberpfalz

Wandern in der Region: Von Vilseck aus den Hammergutweg erkunden

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"HM" klingt wie Hammergut und richtig gut ist auch der Wanderweg, der unter diesem Zeichen am Vilsecker Marktplatz seinen Anfang nimmt. Er führt zu stattlichen Höfen, durch eine sumpfige Au und sogar zu einem alten Bahnhof.

Auf der Strecke laden immer wieder alte Wegkreuze zu einem stillen Gebet ein. Hier das Marterl zwischen Reisach und Schlicht.
von Rosi HasenstabProfil

Ausgangspunkt für den 14 Kilometer langen Wanderweg ist der Marktplatz Vilseck. Der Rundweg, mit den Buchstaben „HM“ gut beschildert, ist in etwa drei Stunden zu bewältigen. Etwas hektisch geht es los, denn zunächst müssen sich die Wanderer ein bisschen durch den Vilsecker Stadt-Dschungel schlagen. Aber auch das hat seine Reize: Über die Herrengasse geht es zum Altmühlweg und zur Vils, die die Wanderer auf dem kleinen Steg überqueren. Die Strecke führt dann weiter von der Dr.-Reichenberger-Straße über den Kesselweg zum Ortsteil Am Langen Steg und Richtung Sorghof.

Auf der rechten Seite ist das Heizkraftwerk für das Südlager des Truppenübungsplatzes zu sehen. Hier biegt der Weg zum Gutshof Riha ab. Nach vorheriger Absprache mit Norbert Riha ist eine Besichtigung der Hauskapelle möglich. Durch die Auerbacher Straße in Sorghof gelangt man zum Fußballplatz, an dem man links nach Heringnohe einbiegt. Ein Gutshof, auf dem mit Wasserkraft noch Strom erzeugt wird. Das umfangreiche Hammergut der Familie Götz beherbergt ebenfalls eine Hauskapelle, auch hier sperrt der Hausherr gerne auf - wenn man sich denn rechtzeitig anmeldet. In Heringnohe sind bereits sechs Kilometer Wegstrecke zurückgelegt.

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Das bambergische "Hammergut in der sumpfigen Au" (Horgenau) gab diesem Wanderweg den Namen. Es wurde bereits 1387 urkundlich genannt, bestand aus einem Herrenhaus mit Kapelle, dem Tagelöhnerhaus, landwirtschaftlichen Gebäuden, einer Schneidsäge (mit Ausnutzung der eigenen Wasserkraft), einem Wirtshaus, dem Getreidelager und später der Kartoffelschnaps-Brennerei. Zuletzt wurde vor allem Jagd- und Fischereiwirtschaft betrieben. Gut und Teiche werden von frischem Quellwasser der Heringnohe gespeist, dessen Ursprung jetzt auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes liegt.

An den Fischweihern vorbei gelangen die Wanderer zum Solarpark und hinein in die Ortschaft Sigl. Sollte hier eine Rast gewünscht sein, ist dies nach vorheriger Anmeldung im Cafè Ringer möglich. Vorbei an der Ortskapelle ist die Staatsstraße 2166 vorsichtig zu überqueren und in die Hohlfuhre Richtung Reisach einzubiegen. Schattige Wälder, sonnige Wiesen und Felder, Täler und Hügel sorgen für Kurzweil und Erholung. Am Ortsende von Reisach zweigt man nach links ab, wo an der Bahnlinie der ehemalige Kalkbrennofen der Firma Hoffmann steht. Nun geht es auf dem alten Kirchenweg nach Schlicht nur noch bergab, bis man den alten Schlichter Bahnhof erreicht. An der Vils entlang führt der Weg über den Ziegelanger zurück zum Ausgangspunkt.

Info:

Führungen

Elisabeth Hammer kontrolliert als Wegwart regelmäßig die Beschilderung der Strecke und macht auf Wunsch auch Gruppenführungen. Anmeldung hierzu unter Tel. 09662/1212.

Das Hammergut Heringnohe liegt etwa auf halber Wegstrecke. Es wurde bereits 1387 urkundlich erwähnt.
Der Hammergutweg ist rund 14 Kilometer lang und führt von Vilseck nach Sorghof, Heringnohe, Sigl und Reisach wieder nach Vilseck.

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