Sechs Fahrzeuge fremder Wehren parkten am Samstagmorgen bereits um 8 Uhr am Feuerwehrgerätehaus. Wehrmänner aus Schnaittenbach, Neukirchen, Hahnbach, Königstein, Röckenricht und Dietersberg waren zum Fahrsicherheitstraining nach Vilshofen gekommen. "Das Führen eines Feuerwehrfahrzeugs unter Einsatzbedingungen stellt an die Fahrer sehr hohe Anforderungen," betonte Fahrlehrer Gerd Weinzierl.
Der Landesfeuerwehrverband stieß deshalb in einem Gemeinschaftsprojekt mit der Kommunalen Unfallversicherung Bayern (KUVB) ein Fahrsicherheitstraining für Freiwillige Feuerwehren an. Im Schulungsraum des Gerätehauses vermittelte Weinzierl erst einmal Grundprinzipien der Fahrphysik, während Kreisbrandinspektor Hubert Blödt mit Blick auf den praktischen teil betonte: "Um den Fahrern für ihre Einsatzfahrten mehr Routine und Sicherheit zu vermitteln, werden sie hier an ihre fahrerischen Grenzen herangeführt."
Und schon ging Weinzierl in die Vollen. Wichtig sei, unterstrich er, die richtige Sitzposition, beim Lenken eine "saubere Übergreiftechnik" und wenn eine Notbremsung angebracht sei, "so a richtige Büffel-Schlagbremsung, richtig draufdreschen halt". Alles entscheidend sei die Fliehkraft, "sie wird heute größer sein als bei einer normalen Fahrt". Grenzgeschwindigkeit, Reifenhaftung, Haftungsgrenze, Zielbremsung und Bremsen in der Kurve auch bei nasser Fahrbahn, lauteten die Schlagworte bei der theoretischen Vorbereitung.
Derweil standen beim Campingplatz Ein HLF 20 (Hilfeleistungs-Löschgruppen-Fahrzeug), ein LF 20 (Löschgruppen-Fahrzeug), ein LF 16 und drei TSF (Tragkraftspritzen-Fahrzeug) bereit, um sich auf den weg zum eigentlichen Übungsgelände hinter dem Waldhotel in Kreuth aufzumachen. Geübt wurden die Disziplinen Kolonnenfahrt um Pylonen, separate Slalomfahrten zum herantasten an die Grenzgeschwindigkeit mit anschließender Büffel-Schlagbremsung und Zielbremsung. Geübt wurden zudem Kreisfahrten auf nasser Teerdecke und Notbremsungen wegen eines plötzlichen Hindernisses auf der Fahrbahn.














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