Ohne die Erfindung des Bandoneons durch Heinrich Band wäre der argentinische Tango nicht zu dem geworden, was er heute ist: Weltkulturerbe. Wie kein anderes Instrument ist das Bandoneon untrennbar mit dem Tanz und dem Lebensgefühl am Rio de la Plata verbunden. Im großen Rathaussaal konnten die knapp 30 Besucher am Freitagabend hingebungsvoll dieser besonderen Art von Musik lauschen.
Susanne Hofmann an der Violine eröffnete mit Judith Brandenburg (Bandoneon) das 15. Oberpfälzer Tango-Festival. Dabei kamen Werke von Carlos Gardel zur Aufführung, der als eine der wichtigsten Persönlichkeiten des Tangos in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gilt. Fehlen durfte natürlich auch nicht der argentinische Arrangeur, Bandleader und Tangokomponist Aníbal Troilo, genannt „Pichuco“, der bereits mit acht Jahren Bandoneon lernte und als professioneller Musiker in einem Stummfilmkino in Buenos Aires arbeitete. Er legte Wert darauf „mit so wenig Tönen wie möglich so viel wie möglich zu sagen“.
Diesen Gedanken setzte das Frauen-Duo in Vohenstrauß gefühlvoll um. Schließlich gab es noch eine Hommage an Tango-Ikone Astor Piazzolla, von dessen Musik Susanne Hofmann so fasziniert ist, dass sie ihr zu einer globalen Herzensangelegenheit wurde.














Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.