18.12.2019 - 08:50 Uhr
VohenstraußOberpfalz

160 Pakete für die Johanniter-Weihnachtstrucker

Die Bildungseinrichtungen von Vohenstrauß schließen sich alljährlich für eine gute Sache zusammen und schnüren Pakete für Kinder und hilfsbedürftige Familien oder alte Menschen in Rumänien.

Sogar der Weihnachtsmann und die Weihnachtswichtel kamen angesaust, als sie von der Paketübergabe der Bildungseinrichtungen an die Johanniter-Weihnachtstrucker erfuhren. Bruno Friedl aus Pleystein und Ludwig Wüst (hintere Reihe, von rechts) holten die Hilfspakete ab.
von Elisabeth DobmayerProfil

„Kinder die man nicht liebt, werden Erwachsene, die nicht lieben“, dieses Zitat von Pearl S. Buck ist für Ludwig Wüst aus Georgenberg und Bruno Friedl aus Pleystein Antrieb, sich auch in diesem Jahr für die Johanniter-Weihnachtstrucker für die Rumänienhilfe einzusetzen und Hilfspakete zu sammeln. Am Dienstagvormittag rollte der große Lastkraftwagen auch vor der Pfalzgraf-Friedrich-Mittelschule an und holte die Weihnachtspakete, die Schüler und Lehrkräfte in den Adventstagen in den jeweiligen Klassen schnürten, teilweise wunderschön verpackt und verziert.

Wüst schenkt seine Freizeit zu Weihnachten den Menschen in Siebenbürgen und nimmt am zweiten Weihnachtsfeiertag die Strapazen auf sich, in den ungarischen Teil Siebenbürgens zu fahren, um dort die Hilfsgüter Behinderten, alten Menschen und Kindern zu bringen. „Wir werden dort jedes Jahr sehnsüchtig erwartet“, berichtete Ludwig Wüst, der die Pakete mit seinem Kameraden mit einem A.T.U-Truck sammelt. Die Waidhauser Spedition Heinrich Fuchs stellt die Transportlastkraftwagen für die Fahrt zur Verfügung.

Entsprechend der Packliste hat sich auch Rektor Hubert Reil beteiligt und privat ein Hilfspaket beigesteuert, erzählt er bei der Übergabe im Foyer der Bildungseinrichtung. Die Schüler hätten durch diese gute Tat gespürt, wie es ist, anderen eine Freude zu bereiten. „Wir haben fließend Wasser, Strom und befahrbare Straßen und ihr dürft zur Schule gehen“, zählte er die selbstverständlichen Lebensgewohnheiten auf. In Rumänien sei dies alles bei weitem nicht der Fall. „Danke, dass ihr alle einkaufen gegangen seid und Pakete geschnürt habt.“

Er selbst sei einmal in seinem Leben nach Rumänien gefahren. Darum wisse er, was die Weihnachtstrucker leisten, wenn sie die rund 15 000 Pakete auch in diesem Jahr wieder anliefern und gezielt an kinderreiche und hilfsbedürftige Familien und Personen verteilen. „Für diese Menschen sind diese Pakete eine große Hilfe bei ihrem Kampf ums tägliche Überleben“, weiß Wüst. Allein von der Realschule kamen 75 Pakete. Dazu von der Pfalzgraf-Friedrich-Mittelschule 50 Pakete und 35 steuerten die Grundschüler dazu. Die Lehrkräfte Simone Hauer-Näger, Sigrid Beyer und Birgit Pruy organisierten die Aktion an ihren Bildungseinrichtungen.

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