18.07.2019 - 14:59 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Alles andere als Alt-Landkreis

Den "Landkreis Vohenstrauß" gibt es seit 1972 nicht mehr. Doch die Gemeinden der Region schließen sich nun wieder enger zusammen. Unter dem wohlwollenden Blick von Landrat Andreas Meier.

Im Vohenstraußer Rathaussaal haben sich die Vertreter der Kommunen zur Gründung der ILE (Integrierte Ländliche Entwicklung) im östlichen Landkreis Neustadt/WN zusammengefunden, einen Vorstand ernannt und die Satzung unterzeichnet. Eslarns Bürgermeister Reiner Gäbl (sitzend, Mitte) wird Vorsitzender. Der Pleysteiner Stadtbürgermeister Rainer Rewitzer (rechts) und Flossenbürgs Marktoberhaupt Thomas Meiler (links) Stellvertreter.
von Elisabeth DobmayerProfil

„Gemeinsam sind wir stärker“, finden die Vertreter der elf Kommunen, die sich am Dienstag im großen Rathaussaal zur Gründung der Organisation „Integrierte Ländliche Entwicklung Naturparkland“ zusammengefunden haben. Die Kommunen der Tourismusgemeinschaft Naturparkland Oberpfälzer Wald (ARGE Naturparkland) mit Eslarn, Floß, Flossenbürg, Georgenberg, Leuchtenberg, Moosbach, Pleystein, Tännesberg, Vohenstrauß, Waidhaus und Waldthurn im östlichen Landkreis Neustadt/WN arbeiten jetzt noch enger als bisher im Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept kurz „ILE Naturparkland“ zusammen.

Zur Gründung dieser Gemeinschaft haben sich die Kommunen im großen Rathaussaal getroffen. Dort wählten sie eine Führungsmannschaft und unterzeichneten die Satzung. Erster Vorsitzender wurde der Eslarner Bürgermeister Reiner Gäbl. Stadtchef Rainer Rewitzer aus Pleystein und Bürgermeister Thomas Meiler aus Flossenbürg unterstützen ihn als Stellvertreter. Die Kasse prüfen die Rathauschefin aus Waidhaus, Margit Kirzinger, und das Waldthurner Marktoberhaupt Josef Beimler.

Die „ILE Naturparkland“ erstreckt sich über eine Fläche von rund 500 Quadratkilometern. Bürgermeister Gäbl freute sich ganz besonders über die Gründung der „ILE Naturparkland“. In der Zukunft werden die Kommunen daraus bestimmt viele Vorteile ziehen können. Immerhin vereinen sie fast 30.000 Einwohner.

Bürgermeisterin Kirzinger regte für kommendes Jahr ein gemeindeüberschreitendes Kinderferienprogramm an. Für die Kommunen würden sich aus dem Zusammenschluss auch finanzielle Vorteile ergeben. „Die Bürger müssen spüren, dass durch diesen Verbund Vorteile für die Region entstehen“, unterstrich der Eslarner Bürgermeister. Bisher bereits vorhandene Konzepte und Netzwerke sind zum Beispiel das Leader-Projekt, das Kreisentwicklungsschema, das Seniorenpolitische Handlungskonzept oder die ÖPNV-Planung, die Ökomodellregion Naturparkland, die ZukunftsEnergieNordOberpfalz (ZENO), die ISEK oder die Dorf- und Flurentwicklung.

Als „Kümmerer“ und „Geburtshelfer“ stellte Gäbl Leitenden Baudirektor a. D. Willi Perzl heraus. Der Projektleiter sei Pionier und Vordenker für die ländlichen Regionen. „Ohne Sie wären wir nicht an diesem Punkt angelangt“, behauptete der Rathauschef. Es sei auch nicht selbstverständlich, dass Landrat Andreas Meier und die Kreisverwaltung hinter dieser Gründung stehen. „Immerhin werde dadurch eine zusätzliche Verwaltungsebene aufgebaut.“ Größter Dank ging in Richtung Claudia Rieß als Leiterin der Gästeinformation in Moosbach, die zuverlässig und mustergültig alle schriftlichen Angelegenheiten erledigte.

Die Vertreter vom Amt für Ländliche Entwicklung waren stolz, die Kommunen zu unterstützen. So könne der ländliche Raum gestärkt werden. Perzl sagte, die Beteiligten sollten nun Projekte auf den Weg bringen. Dadurch werde der Zusammenschluss viel schneller akzeptiert und verinnerlicht. Zum anderen verfüge das Haus bis mindestens 2023 über große finanzielle Möglichkeiten. „Deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt, Maßnahmen anzugehen und das Pferd zu reiten, so lange es geht.“ Schon jetzt sei man ja in Waldthurn, Moosbach oder Georgenberg mit dabei. Pleystein stehe bereits mit einem Projekt in den Startlöchern. „Nutzen sie die Chancen, die sich ihnen bieten.“

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