Der gebürtige Dingolfinger Alexander Ertl wird in der Seelsorgeeinheit Vohenstrauß und Böhmischbruck seine erste Kaplanstelle antreten. Am Samstag wurde er im Hohen Dom zu Regensburg von Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer zum Priester geweiht. „Eure Güte werde allen Menschen bekannt. Der Herr ist nahe“, wählte der 26-Jährige als seinen Primizspruch aus. In seiner Heimatpfarrei St. Johannes wuchs der Neupriester mit zwei Brüdern auf und dort feierte er einen Tag nach seiner Priesterweihe auch Primiz.
Schon während seiner Schulzeit trieben ihn die großen Fragen um: „Was ist Wahrheit? Gibt es Gott? Nach dem Abitur studierte Alexander Ertl einige Semester Lehramt für Gymnasium mit den Fächern Deutsch und Religion in Passau. Konkrete zwischenmenschliche Erfahrungen und Vorbilder im Gebetsleben wie seine Großmutter, spornten ihn jedoch an, den Weg ins Priesterseminar anzutreten. Auch ein Professor riet ihn zum Vollstudium der Theologie. Dieses Studium schloss er an der Münchner Ludwig-Maximilian-Universität ab.
Zuletzt war Ertl als Seminarist im Herzoglichen Georgianum untergebracht, einem überdiözesanem Priesterseminar. „Vorbildhafte Priester und viele gläubige Christen haben mich auf meinem bisherigen Lebensweg begleitet, ermuntert und unterstützt“, sagt Ertl. „Bereits als Kind war ich von den vielfältigen Gesichtern der Kirche angetan und eine Krankheit im Jugendalter ließ in mir religiöse Fragen stärker werden.“ Da Ertl ein Musikliebhaber ist, nahm er Orgelunterricht und spielte in Obertunding das Kircheninstrument bei den Sonntagsgottesdiensten. „So baute ich eine tiefe innere Beziehung zur Eucharistie auf.“
Seine Aufgabe als Priester sieht er vorrangig als einen Dienst am Menschen, zu vermitteln, dass das Leben mit Gott wertvoll, schön, wahr und liebenswert macht. Besonders wichtig erscheint ihm, wertschätzend mit den Menschen umzugehen. „So hat die Kirche Zukunft, weil sie Glaubwürdigkeit ausstrahlt und weiß: der Herr geht alle Lebenswege mit.“ In Vohenstrauß werde man ihn öfter radeln sehen, ein Ausgleich zur Arbeit. Außerdem liest und schreibt er gerne. Voller Vorfreude auf die Begegnungen mit den Pfarrangehörigen tritt der Ertl die Stelle im September an. In der kommenden Woche wird er sich persönlich bei Dekan Alexander Hösl vorstellen.














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