27.11.2019 - 11:42 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Vom Beckenrand des Moosbacher Hallenbads zur Sitzung ins Rathaus

Das Pensum von Seniorenbeauftragter Lotte Hofmann ist beachtlich und verdient allerhöchsten Respekt. Immerhin feierte sie längst ihren 80. Geburtstag. Doch vielleicht hält sie ihr Einsatz um die Senioren auch fit.

Lotte Hofmann leistet für die Senioren ein unglaubliches Pensum. Dafür erhielt sie in der Sitzung des Jugend-, Tourismus- und Kulturausschusses viel Lob.
von Elisabeth DobmayerProfil

Wie ein Wirbelwind eilte Seniorenbeauftragte Lotte Hofmann am Dienstagnachmittag vom Beckenrand im Moosbacher Hallenbad in die Sitzung des Jugend-, Tourismus- und Kulturausschusses, um ihren Bericht im kleinen Rathaussaal über das abgelaufene Jahr abzugeben. Es waren nicht wenige Termine und Aktionen, die sie mit den Senioren in der Großgemeinde absolvierte. Sie sprach von Besuchen zu Krippenausstellungen, Vorträgen, Ausflügen, Feiern und Fortbildungen für Seniorenbeauftragte. Immerhin 30 Veranstaltungen kamen so im Laufe des Jahres zusammen. „Der Erfolg gibt Dir recht“, lobte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer. Bis Weihnachten organisiert die flinke Seniorin noch ein großes Pensum an adventlichen Feiern. Sie bot dem Gremium an, das Amt der Seniorenbetreuung gerne abgeben zu wollen, sollte sich eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger finden. Der Stadtchef entgegnete zwar „Lotte, das hält dich jung“, sagte ihr aber gleichzeitig zu, sich mit dem Gedanken zu befassen und sich wegen einer Nachfolge umzuhören. „Du bringst viel Abwechslung zu den Senioren.“ Dafür dankte ihr der Bürgermeistern und die Gremiumsmitglieder quittierten dieses Lob mit zustimmenden Applaus. Volle Säle und Fahrten mit meist zwei Bussen sprächen Bände von ihrer hervorragenden Arbeit.

Auch der Jugendbeauftragte der Stadt, Uli Münchmeier, legte dem Gremium einen umfangreichen Rechenschaftsbericht vor. Fast 150 Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus 21 Vereinen säuberten Fluren, Wälder und Wege rund um die Großgemeinde bei der Rama-dama-Aktion. „Deswegen waren die Kosten auch für die Bewirtung in der Gaststätte im Sportzentrum heuer höher als in der Vergangenheit“, begründete Wutzlhofer. Im Juni wurde der Grillplatz in Nähe des Sportzentrums seiner Bestimmung übergeben, informierte Münchmeier weiter. Lediglich vier Mal wurde er seither für die Benutzung bei der Stadt angemeldet. Gefeiert wurde dort trotzdem öfter. Doch es gebe von seiner Seite keinerlei Beschwerden, denn der Platz wurde jedes Mal sauber aufgeräumt verlassen.

Erfolgreich wurde auch wieder der Aktionstag des Kreisjugendrings „Verein macht Schule“ durchgeführt, die Uli Münchmeier federführend und mustergültig vor Ort organisierte. Der „Edelweiß“-Schützenverein und die Vohenstraußer Stützpunktwehr konnten daraus sogar Kapital in Form von einigen Neuzugängen schlagen. 22 Vereine und Organisationen warben damals für Nachwuchs und stellten ihre ehrenamtliche Arbeit vor. Von der ersten bis siebten Jahrgangsstufe nahmen rund 780 Schüler aus den Bildungseinrichtungen vor Ort teil. Ein tolles und friedliches Fest mit guter Stimmung und Bands war das Open Sound Festival der Musikinitiative Vohenstrauß (MiVoh). Wenn man bedenke, dass es sich dabei nur um einen kleinen Kreis von Musikbegeisterten handelt, die dieses Fest vorbereiten, könne man nur staunen.

650 Kinder wurden bei den Ferienaktionen gezählt, in die sich 21 Vereine und Organisationen einklinkten und das Programm abwechslungsreich bereicherten. Münchmeier gab auch einen Ausblick auf das kommende Jahr, das schon wieder dicht mit Terminen gefüllt ist. Eventuell könnte das Beachvolleyball-Turnier im städtischen Freibad unter anderer Trägerschaft wieder durchgeführt werden, da sich die MiVoh dazu wegen der Ausrichtung des Open Sound Festivals nicht mehr dazu in der Lage sieht, begründete Münchmeier. Außerdem soll ein Präventionstag in den Schulen ins Leben gerufen werden. Vorgespräche mit der Polizei, den Schulleitungen und der Suchtberatungen sollen im nächsten Jahr erfolgen. Münchmeier bedankte sich bei den Verantwortlichen der Stadt, die immer ein offenes Ohr für die Belange der Jugend haben und gezielte Förderung der Jugendarbeit in der Großgemeinde betreiben.

Der neu von der Stadt errichtete Grillplatz wurde zwar nur viermal offiziell für die Benutzung angemeldet, doch auch wenn er "illegal" benutzt wurde, konnten keine Mängel festgestellt werden, berichtete Jugendbeauftragter Uli Münchmeier.
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