Weihnachten und Lichterglanz sind zwei Dinge, die für viele Menschen einfach zusammengehören. Doch ist die üppige Beleuchtung angesichts der Energiekrise noch vertretbar? Etwas kleiner als üblich fallen heuer die Christbäume aus, die von den städtischen Bauhofmitarbeitern derzeit in der Großgemeinde an verschiedenen Plätzen aufgestellt werden. Das hat aber nichts mit Sparmaßnahmen zu tun, betont Außendienstleiter Karl Frey. Große Bäume stehen schlichtweg nicht zur Verfügung. Doch auch die kleineren Exemplare werden bald in leuchtendem Glanz erstrahlen. Neben dem Marktplatz in Vohenstrauß erwartet auch die Bürger in Altenstadt, Waldau, Roggenstein und Kaimling weihnachtliches Flair. In Oberlind und Böhmischbruck wurden vor längerer Zeit auf den Dorfplätzen Tannenbäume gepflanzt, die seither in der Adventszeit nur noch mit Lichtergirlanden geschmückt zu werden brauchen.
Gut eine Woche vor dem ersten Advent laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Der Weihnachtsbaum, der heuer auf dem Marktplatz erstmals am Adventsmarkt Festtagsglanz verbreitet, stammt aus dem Garten von Barbara und Gabriel Klapper, die diese Blautanne vor 29 Jahren bei ihrem Einzug pflanzten. Jetzt ist der Baum vor den Fenstern einfach zu groß geworden und wurde nun als Spende der Stadt vermacht. Martin und Erwin Reil sägten den acht Meter hohen Baum ab, den Baggerführer Franz Kaas über den Zaun hievte und zum Marktplatz transportierte. Derzeit sind die Bauhofmitarbeiter auch mit der Weihnachtsbeleuchtung am Marktplatz beschäftigt. Die rund 700 Meter lange, tannengeschmückte Lichterkette wurde schon vor Jahren mit LED-Lichtern ausgerüstet, die je Beleuchtungsmittel etwa 1,2 Watt pro Stunde an Strom verbrauchen.
Schätzungsweise rund 2000 Birnen werden den Marktplatz schließlich beleuchten. Ändern werden sich wegen der Energiekrise allerdings die Einschaltzeiten, wie Außendienstleiter Frey erklärt. Die abendliche Einschaltzeit wird auf 18 bis 21 Uhr festgelegt, morgens wird gar nicht mehr eingeschaltet. Damit will die Stadt ein Zeichen der Sparsamkeit setzen.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.