25.11.2021 - 17:11 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Corona-Pandemie bremst Bürgerversammlung aus

Offensichtlich sind die Bürger in der Großgemeinde bestens mit der Stadtpolitik zufrieden oder bremsten die erschreckenden Corona-Zahlen und die Bitte um Kontaktbeschränkungen doch den einen oder anderen Zuhörer aus.

Was aus der schadhaften Friedhofmauer wird, muss man in naher Zukunft sehen.
von Elisabeth DobmayerProfil

Lediglich 26 Bürger (0,35 Prozent) aus der gesamten Großgemeinde nahmen das Angebot der Bürgerversammlung unter Einhaltung der 2G-Regel in der Stadthalle an. Hinzu kamen zwölf Stadträte und eine Ortssprecherin. Die Haushaltslage präsentiere sich laut Bürgermeister Andreas Wutzlhofer aktuell wesentlich positiver, als man vermutete. Die Zahlen von einem Gesamthaushaltsvolumen von 26,3 Millionen Euro sprächen Bände von einer soliden Finanzlage der Stadt. Beispielhaft sei die Pro-Kopf-Verschuldung von lediglich 25 Euro und eine Rücklagenentwicklung von 8,1 Millionen Euro. Im Jahr 2008 waren es nur 1,4 Millionen.

Schulen profitieren von Pandemie

Beschleunigt wurde durch die Pandemie die Digitalisierung an den Schulen. Die Stadt nutzte die Möglichkeit der Projekte „Digitales Klassenzimmer und Digitalpakt Schule“, damit die Lehrkräfte den Schülern die nötige digitale Kompetenz vermitteln könnten. Nicht unter den Tisch kehren wollte das Stadtoberhaupt die staatlichen Förderungen dazu von 80 bis 100 Prozent. Sowohl Grundschule als auch Pfalzgraf-Friedrich-Mittelschule werden baldmöglichst mit stationären raumlufttechnischen Anlagen komplett ausgestattet. Vollumfänglich sei mittlerweile auch die sanierte Dreifachturnhalle von den Vereinen zu nutzen. Insgesamt wurden 3,2 Millionen Euro in die Maßnahme investiert. Durch das Programm Kommunalinvestitionsprogramm Schulinfrastruktur (KIP-S) wurde eine Förderung von 1,8 Millionen erreicht.

Thema Friedhofsmauer

Eine Frage, die vor allem Bürger in Altenstadt beschäftigte: Was passiert mit der sanierungsbedürftigen Friedhofsmauer? Derzeit sei ein Statikbüro beauftragt, entsprechende Untersuchungen vorzunehmen, um eine gutachterliche Aussage zu erhalten, wie die Mauer sinnvoll und wirtschaftlich saniert werden kann oder ob eine ganz andere Lösung in Erwägung gezogen werden muss, führte Wutzlhofer aus. Bereits am 22. Oktober habe ein Vororttermin stattgefunden, der Klarheit bringen sollte. Allerdings müsste nun erst die Gründungstiefe der Mauer durch eine Schürfung festgestellt werden. Wenn die Lösungsvarianten vorliegen, werde dazu eine öffentliche Veranstaltung in Altenstadt abgehalten.

Glasfaseranschlüsse für 125 Haushalte

Die Erschließungsgebiete Zeßmannsrieth, Erpetshof und Untertresenfeld haben laut Bürgermeister schnelles Internet in Form von Glasfaseranschlüssen erhalten. Noch in diesem Monat soll die Maßnahme fertiggestellt werden. Die Kosten belaufen sich auf 750 000 Euro (80 Prozent Zuschuss). Rund 125 Haushalte im Baugebiet „West III“ und „An der Lerau“ profitieren von der Verbesserung der Breitbanderschließung mit Glasfaser, indem durch die Telekom auf einer Länge von 455 Metern in den Gehwegbereichen sogenannte Speedpipes und weitere Leerrohre verlegt und die Kabelverzweiger ertüchtigt wurden. Die Erdarbeiten führte dazu der städtische Bauhof aus.

Straßen saniert

Als besonders gelungen bezeichnete der Rathauschef den Ausbau der Pleysteiner Straße mit Umgestaltung des Friedhofeingangs und des Parkplatzes. Mit dem Angerweg in Waldau wurde eine der letzten Wohnstraßen in der Großgemeinde staubfrei gemacht und zusätzlich der dort befindliche Wertstoffhof gepflastert. Außerdem wurden im Ortsteil verschiedene Teilstraßenbereiche saniert, die mit 157 000 Euro den Stadtsäckel belasten.

Weitere neue Bauplätze

Die Erschließungsarbeiten durch die Firma Schulz aus Pfreimd laufen im dritten Bauabschnitt im Baugebiet „Sommerwiesen“ auf Hochtouren. Dieser Bauabschnitt umfasst 27 Parzellen mit 22 000 Quadratmetern Fläche und einem Kostenvolumen von 1,2 Millionen Euro. Die Besonderheit: für sämtliche Bauplätze liegen Reservierungen und Anfragen vor. Drei weitere Bauplätze „Nähe Retzstraße“ wurden ebenfalls erschlossen. Dort ist noch ein freier Platz. Wegen der deutlich gestiegenen Baukosten setzte der Stadtrat den Baulandpreis auf 80 Euro pro Quadratmeter fest.

Neue Gewerbeflächen

Hinsichtlich des Gewerbegebiets Ost, Bauabschnitt II, steht die Stadt kurz vor der Ausschreibung für die Erschließung neuer Gewerbeflächen von rund 32 000 Quadratmeter. Dort können sich im Sommer 2022 neue Betriebe ansiedeln. Aufgrund der hohen Nachfrage sei das neue Gewerbegebiet fast vollständig belegt, sagte Wutzlhofer. Daher sei bereits jetzt angedacht, das Gewerbegebiet nördlich des Hütbrunnenwegs in Richtung Pleysteiner Straße mit einer Größe von rund zehn Hektar zu erweitern. Im nächsten Jahr könne man in die Planungen einsteigen, plant der Bürgermeister.

Neue Leitungen zum Hochbehälter

Ein Wasserleitungsneubau größeren Umfangs stand im Sommer von Untertresenfeld nach Obertresenfeld und in Richtung Hochbehälter Fahrenberg an. Insgesamt wurden dabei 1,8 Kilometer neue Wasserleitungen verlegt. Auf rund 1,5 Kilometern konnten per Spezialpflug in 1,60 Metern Tiefe und per 120 Tonnen Zugkraft der Seilwinde gleich mehrere Leitungen (Wasserleitung, Speedpipes, Trassenwarnband) gleichzeitig verlegt werden. Dadurch wurde in den beiden Ortsteilen ein höherer Wasserdruck erreicht und der sanierungsbedürftige Hochbehälter Obertresenfeld kann außer Betrieb genommen werden. Im Haushalt waren dafür 120 000 Euro eingestellt.

Rathauscafé 2022 wieder geöffnet

Für das Rathauscafé, das seit 1. Juli durch den Wechsel der Pächterin in die Eisdiele leer steht, konnte ein nachfolgendes Pächter-Ehepaar gewonnen werden. Eine Wiedereröffnung im Herbst 2022 ist geplant. Derzeit werden die Räumlichkeiten von der Firma Lang für den Online-Handel genutzt, informierte Wutzlhofer.

Bürgerversammlung 2020 in Vohenstrauß fällt wegen Pandemie aus

Vohenstrauß
Im Eingangsbereich in der Dreifachturnhalle wurde noch ein Windfang eingebaut. Die Halle kann nach der Komplettsanierung jetzt wieder vollumfänglich von den Vereinen genutzt werden.
Hell präsentiert sich die Dreifachturnhalle nach der Sanierungsmaßnahme.
Mit einer Spezialmaschine wurden in Unter- und Obertresenfeld Leitungen verlegt.
Angedacht ist, nördlich des Hütbrunnenwegs in Richtung Pleysteiner Straße auf etwa zehn Hektar das Gewerbegebiet zu erweitern.
Die Erschließungsarbeiten im dritten Bauabschnitt im Baugebiet "Sommerwiesen" laufen auf Hochtouren. 27 Parzellen mit 22 000 Quadratmeter Fläche und einem Kostenvolumen von 1,2 Millionen Euro werden hier geschaffen. Alle Bauplätze sind bereits reserviert oder es liegen dafür Anfragen im Rathaus vor.

 

 

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