09.09.2019 - 11:04 Uhr
VohenstraußOberpfalz

"Demenz ist auch Krankheit der Angehörigen"

Aufklärung, Hilfe, Unterstützung – all das soll die erste Bayerische Demenzwoche bieten. Vom 13. bis 22. September lädt das Gesundheitsamt zu verschiedenen Vorträgen ein.

Das Programm der Bayerischen Demenzwoche stellen (von links) der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Thomas Holtmeier, Diplom-Sozialpädagogin Marianne Kleber-Meierhöfer, AOK-Pflegeberaterin Gerti Späth und die Leiterin des Demenzbereichs bei den Malteser Weiden, Petra Mayer, vor.
von Redaktion ONETZProfil

"Eine Krankheit, die die Lebensqualität der Betroffenen aber auch die der Angehörigen stark einschränkt." So beschreibt Dr. Thomas Holtmeier, Leiter des Gesundheitsamts für den Landkreis Neustadt und die Stadt Weiden, das Syndrom Demenz. Doch genau diese Qualität solle auf dem bestmöglichen Niveau gehalten werden. Deswegen rief das Bayerische Gesundheitsministerium die erste Bayerische Demenzwoche ins Leben: Über eine Woche lang finden im Freistaat Vortragsreihen statt, um die Krankheit Demenz, aber auch die diversen Hilfsangebote und -möglichkeiten stärker in die Öffentlichkeit zu rücken.

Für den Landkreis Neustadt und die Stadt Weiden informieren Experten unter der Koordination von Marianne Kleber-Meierhöfer vom 13. bis zum 22. September im Katholischen Pfarrheim Sankt Marien in Vohenstrauß.

Den Auftakt macht Petra Mayer, Vertreterin der Malteser Weiden und Leiterin der Abteilung für Demenz, am Freitag, den 13. September, um 14 Uhr. Für sie ist Demenz auch "Krankheit der Angehörigen", die meisten seien überfordert von der 24-Stunden-Pflege. Deshalb möchte die Referentin über die verschiedenen Unterstützungs- und Entlastungsmöglichkeiten, wie Tages- oder Kurzzeitpflege, für die Angehörigen von Demenzkranken aufklären.

Den zweiten Vortrag hält Georg Pilhofer von der Gerontopsychiatrischen Koordinierungsstelle Oberpfalz. Am Dienstag, den 17. September, um 14 Uhr referiert er einerseits über vorbeugende Maßnahmen gegen die Krankheit und zudem über die psychosozialen Aspekte nach einer Diagnose.

Am selben Tag, um 16.30 Uhr, klärt dann der Neurologe Martin Brand über die Entstehung und die Behandlung der Demenzerkrankung auf, nennt dabei Kliniken und gibt auch Tipps, wie sich Ärzte verhalten sollten.

Zum Abschluss berichtet AOK-Pflegeberaterin Gerti Späth am Donnerstag, den 19. September, um 14 Uhr über unterstützende Leistungen der Pflegeversicherung für Erkrankte und Angehörige. Dabei ruft sie zu "Mut zur Hilfe" auf: Häufig seien der Erkrankte und der innerfamiliäre Pfleger ein eingespieltes Team und schalteten somit selten außenstehende professionelle Betreuer ein. Jedoch müsse dadurch das Familienmitglied, sei es der Partner oder das Kind, oft das eigene Leben vernachlässigen. Späth zeigt deshalb die verschiedenen Hilfs- und Pflegeleistungen auf.

Weitere Informationen zur Demenzerkrankung sowie das komplette Programm zur Demenzwoche sind auf der Website des Gesundheitsamts Neustadt unter www.gesundheitsamt.neustadt.de zu finden.

Die Behörde bittet zur besseren Planbarkeit um Anmeldungen bis zum Mittwoch, den 11. September, unter der Telefonnummer 09602/796010, per Fax 09602/796055, oder per E-Mail an gesundheitsamt[at]neustadt[dot]de.

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.