07.03.2021 - 12:06 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Frauen im Landkreis Neustadt/WN feiern Weltgebetstag

Mit verschiedenen Gegenständen bauten die Frauen um Vorsitzende Katrin Poschenrieder (rechts) symbolisch das Weltgebetstagsland Vanuatu auf. Auf der Leinwand wurde den Teilnehmern die bunte Vielfalt dieses wunderschönen Landes vor Augen geführt.
von Elisabeth DobmayerProfil

Wie in vielen Gotteshäusern der Region haben sich am ersten Freitag im März auch die Vohenstraußerinnen zum Weltgebetstag versammelt. In der katholischen Stadtpfarrkirche bauten fünf Frauen in ökumenischer Verbundenheit vor dem Altar mit symbolischen Gegenständen wie Palmen oder der Weltkugel das Gastgeberland Vanuatu auf. Frauenbundvorsitzende Katrin Poschenrieder von der katholischen Seite organisierte mit Andrea Diermeier, Maria Kopp, Carmen Bäumler und Andrea Weich den Abend. Vanuatu ist ein Südseeparadies: blaues Meer mit exotischen Fischen und Korallen, Traumstrände und dahinter ein tropischer Regenwald mit Überfluss an Früchten, überall freundliche Gesichter. Letzteres zu Recht, denn die Bevölkerung dort stand mehrere Jahre an erster Stelle des weltweiten Glücksindex. Die 83 Inseln liegen zwischen Australien, Neuseeland und den Fidschiinseln.

Doch es gibt auch eine Kehrseite: Vanuatu ist weltweit das Land, das am stärksten Gefährdungen durch Naturgewalten und den Folgen des Klimawandels ausgesetzt ist. Verheerende Zyklone schlagen dort immer häufiger auf. Der Meeresspiegel steigt und steigt. Vanuatu liegt zudem im pazifischen Feuerring mit mindestens sieben Vulkanen und regelmäßigen Erdbeben. Ein großes Problem ist darüber hinaus die allgegenwärtige Gewalt gegen Frauen, über die Hälfte machte bereits Gewalterfahrungen in einer Partnerschaft. Zwischen all diesen widersprüchlichen Bedingungen muten die Frauen aus Vanuatu den Weltgebetstagunterstützern die Frage zu: „Worauf bauen wir? Was trägt unser Leben, wenn alles ins Wanken gerät?“ Poschenrieder: „Dazu laden uns die Frauen aus Vanuatu ein, an Althergebrachtem zu rütteln, uns neu zu vergewissern, ob das Haus unseres Lebens auf sicherem Grund steht oder ob wir nur auf Sand gebaut haben.“ Deswegen sollten alle Teilnehmer diesen Gottesdienst mit Millionen von Frauen feiern und ihnen die Hände über Konfessions- und Ländergrenzen hinweg reichen. Am Ende durfte sich jede Teilnehmerin ein kleines Geschenk in Form von einem Päckchen Blumensamen, einem Gebet und landestypischen Rezepten mitnehmen. „Leider reichten die Gaben gar nicht für alle Besucher aus, weil der Zuspruch so groß war“, bedauerte Poschenrieder.

 

 

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