05.06.2020 - 17:17 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Gefährlicher Köder im Garten: Fleisch mit Rasierklingen in Vohenstrauß entdeckt

Diesen Artikel lesen Sie mit
Was ist OnetzPlus?

Eine Hundebesitzerin aus Vohenstrauß macht einen bösen Fund: Ein Unbekannter hat Hackfleisch mit Rasierklingen in ihren Garten geworfen. Nun ermittelt die Polizei.

Eine Familie mit Hunden aus Vohenstrauß findet Hackfleisch mit Rasierklingen in ihrem Garten. Nun möchte sie andere Hundebesitzer warnen.
von Kathrin Moch Kontakt Profil

Ausgerechnet in ihrem eigenen Garten entdeckte eine Hundebesitzerin aus Vohenstrauß ein gefährliches Stück Fleisch: Ein Unbekannter hatte dort einen Klumpen Hackfleisch – gespickt mit zwei Rasierklingen – platziert. Ein gefährlicher Köder für die Hunde der Vohenstraußerin. Sie brachte den Vorfall noch am gleichen Tag, dem Samstag vor einer Woche, bei der Polizei zur Anzeige.

Streit zwischen Landwirt und Hundebesitzerin

Doch diese tappt bislang im Dunkeln, wer den Köder ausgelegt hat: "Es laufen die derzeit notwendigen Ermittlungen", erklärt Martin Zehent, Leiter der Polizeiinspektion Vohenstrauß. Die Klingen in dem Hackfleisch seien, erläutert der Leiter der Polizeiinspektion, scharfkantige Fragmente, deren Ursprungsort nicht abschließend geklärt sei.

Was ist beim Gassi-Gehen erlaubt, was verboten?

Neustadt an der Waldnaab

Die Vohenstraußer Hundebesitzerin, die ihren Namen aus Sorge um ihre Tiere nicht bei Oberpfalz-Medien lesen möchte, hat hingegen einen Verdacht und möchte, "dass die Menschen wissen, dass es in der Gegend Leute gibt, die Hunde nicht mögen". Dem Fund im Garten ging ein Ereignis am Samstagvormittag voraus. Die Hundebesitzerin war mit ihren Tieren in einer Wiese an einem Bachlauf unterwegs.

Polizei rät: Gärten auf Köder kontrollieren

Ein Bauer steuerte unterdessen seinen Traktor über das Feld. Als er mit seinem Gefährt Kurs auf den Hund nahm, sah die Hundebesitzerin ihre Tiere in Gefahr. Obwohl die Hunde unversehrt blieben, entbrannte zwischen Landwirt und Hundebesitzerin ein hitziger Streit. Im Anschluss zeigte der Bauer die Frau aus Vohenstrauß wegen Beleidigung an.

Landwirte klagen: Immer mehr Hundekot

Während die Vohenstraußerin fest von einem Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen ausgeht, warnt die Polizei vor schnellen Schlüssen und stellte in den bisherigen Ermittlungsschritten keine nachweisbare Verbindung fest. Die Polizei rät Hundebesitzern deshalb, ihre Gärten auf gefährliche Köder zu kontrollieren oder darauf zu achten, ob der Hund unbekannte Gegenstände ins Maul nimmt.

Das sagt der Landwirt:

Der Landwirt aus Vohenstrauß ist nach eigener Aussage "entsetzt über die Vorwürfe". Er weist die Anschuldigungen der Hundebesitzerin zurück: "Ich habe mir nichts vorzuwerfen." Mit dem Auslegen des gefährlichen Köders habe er nichts zu tun. Zur Situation auf der Wiese sagt er: "Ich habe die Frau bereits mehrmals darauf hingewiesen, dass ihre Hunde mitten durch meine Wiese laufen, die ich als Futter nutze. Die Hunde waren nicht angeleint. Es ist absurd, dass ich die Tiere angegriffen haben soll." Besonders ärgert sich der Bauer, dass die Frau uneinsichtig ist und keinen Kotbeutel bei sich trage. "Der Hundekot kann meine Kühe und Kälber krank machen." Das verursache im Betrieb einen wirtschaftlichen Schaden. Mehrmals pro Tag und Woche, gehe die Frau mitten auf seiner Wiese spazieren, ohne den Hundekot mitzunehmen. "Es gibt auch Hundebesitzer, die keine Probleme machen und sich vorbildlich verhalten." Der Landwirt möchte die Beschuldigungen der Frau nun nicht auf sich sitzen lassen und hat seinen Anwalt eingeschaltet. Den genannten Bachlauf nutzt der Landwirt nach eigener Aussage als Wiese. Dies sei auch beim Landwirtschaftsamt so dokumentiert. (kmo)

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.