02.08.2018 - 19:44 Uhr
VohenstraußOberpfalz

"Happy-End" für Dienstreisen

"Ein wunderbarer Tag für Vohenstrauß und die Nordoberpfalz": Finanzminister Albert Füracker besiegelt in einem Festakt die Verlagerung einer staatlichen Behörde. Die zentrale Reise-Servicestelle des Freistaats für zwölf Behörden schafft im Endausbau 40 neue qualifizierte Arbeitsplätze.

Finanzminister Albert Füracker bekräftigt sein Bekenntnis zum ländlichen Raum mit dem Eintrag ins „Goldene Buch“ der Stadt Vohenstrauß. Darüber freuen sich Landrat Andreas Meier, Bürgermeister Andreas Wutzlhofer, Abteilungsdirektor Dr. Carsten Farr als Chef der Dienststelle Regensburg und MdL Annette Karl (von links).
von Clemens Fütterer Kontakt Profil

Vohenstrauß.(cf) Das für 1,5 Millionen Euro generalsanierte Gebäude in der Pfarrgasse diente vor 120 Jahren als Kleinkinder-Bewahranstalt und zuletzt als Amtsgericht. Zunächst neun Beschäftigte sorgen für Beratung, Mittelbeschaffung und -abrechnung von staatlichen Dienstreisen. Ein prächtig aufgelegter Finanzminister unterstrich am Donnerstag vor den Honoratioren der Region das Bekenntnis der Staatsregierung zum ländlichen Raum.

Offenbar lernten die Verantwortlichen aus dem zähen Widerstand der Beschäftigten gegen die Verlagerung des Amts für Ländliche Entwicklung vor wenigen Jahren nach Tirschenreuth. "Erst kommt die Stelle - und dann das passende Personal", betonte Füracker die "ausschließliche Freiwilligkeit" bei der Versetzung nach Vohenstrauß. Die einst von Markus Söder eingefädelte Heimat-Strategie wird von seinem Amtsnachfolger als "aktive Strukturpolitik" interpretiert, deren schnelle Umsetzung bei allen Beteiligten sichtbare Freude auslöste: Natürlich beim Vohenstraußer Bürgermeister Andreas Wutzlhofer und besonders bei Landrat Andreas Meier, denn der Landkreis Neustadt/WN erhält insgesamt 100 Beschäftigte.

Albert Füracker sprach von einer "besonderen Behörde mit Pilotfunktion" in Vohenstrauß. Diese zentrale Reise-Servicestelle soll die Dienstfahrten nicht nur "optimieren", sondern auch Kosten einsparen.

Bau-Budget eingehalten

Roman Beer, Leiter der Abteilung Hochbau des Staatlichen Bauamts Sulzbach-Rosenberg, berichtete von den Herausforderungen bei der Sanierung mit feuchtem Keller oder Mängel in der Statik und beim Brandschutz. Trotz der angespannten Lage im Bauhandwerk wurde das Budget eingehalten, inklusive neuer Toiletten und Fenster. Lediglich bei den Außenanlagen und Parkplätzen fehle noch der "Feinschliff".

Entspannt erteilten Dekan Alexander Hösl und der evangelische Pfarrer Dieter Schinke den kirchlichen Segen. Hösl hielt als direkter Nachbar mit seiner Freude nicht hinterm Berg, "dass hier wieder Leben einzieht"; Schinke lobte die hohe Lebensqualität auf dem Land.

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