15.09.2019 - 10:23 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Heiß begehrtes Abzeichen für Jugendfeuerwehr

Lange üben die Jugendlichen der Feuerwehren im Landkreis mit ihren Jugendwarten, damit bei der Prüfung zur Deutschen Jugendleistungsspange nichts schief läuft. Ob sich das Engagement gelohnt hat, beurteilt ein Schiedsrichterteam.

von Elisabeth DobmayerProfil

Wie ein perfekter Löschangriff zu meistern ist, bewiesen am Samstagvormittag die jungen Mitglieder aus Vohenstrauß, Floß, Windischeschenbach, Lerau, Wittschau, Preppach, Leuchtenberg, Böhmischbruck, Waldau, Luhe-Markt, Eslarn und Moosbach. Bei einigen Gruppen traten sogar Kameraden mit an, die längst das begehrte Abzeichen an ihren Anzügen tragen dürfen, um den Probanden aus ihrer Ortsteilwehr die Teilnahme zu ermöglichen.

Dieser Kameradschaftsgeist stieß bei den Landkreisführungskräften, Kreisbrandinspektor und stellvertretenden Kreisbrandrat Wolfgang Schwarz aus Weiherhammer, Kreisjugendwartin und Kreisbrandmeisterin Mirjam Schuller aus Kirchenthumbach sowie deren Stellvertreter Dominik Zintl aus Waidhaus sowie Kreisbrandmeister Dieter Höfer aus Wiesau auf Respekt.

64 Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren traten am frühen Morgen im Vohenstraußer Sportzentrum zum Wettbewerb an, bei dem nicht nur Schnelligkeit und Kraft, sondern auch politisches Wissen gefragt war. Dieser Test ist der Höhepunkt am Ende der Jugendfeuerwehrzeit, deswegen fiebern die Jugendlichen auch so darauf hin.

Auf dem Sportgelände waren die Stationen aufgebaut, die in einem bestimmten Zeitfenster zu bewältigen waren. Die Leistungsbewertung erstreckte sich auf eine persönlich gute Haltung, ein geordnetes und geschlossenes Auftreten, auf Körpergewandtheit und feuerwehrtechnisches Wissen. In allen Sparten war eine Gemeinschaftsleistung der Gruppe gefordert, bei der der Stärkere dem Schwächeren hilft. Die Wasserförderung über eine 120 Meter lange Wegstrecke war die Schnelligkeitsübung. Stets saß den Probanden die Zeit im Nacken. Weil es sich um eine Übung der Jugendfeuerwehr handelte, wurden anstelle der B- die C-Druckschläuche verwendet. Beim Kugelstoßen hatten die 18 Mädchen unter den Teilnehmern den Vorteil, dass sie nur eine drei Kilogramm schwere Kugel verwenden mussten. Allerdings musste mit dem letzten Stoß eine Mindestgesamtweite von 55 Metern geschafft werden. Die 46 Jungs waren mit einer vier Kilogramm schweren Kugel schon stärker gefordert. Beim 1500 Meter Staffellauf holten sich die Feuerwehren mit Andreas Eger vom Turnverein einen Profi an die Startlinie, der den Startschuss mustergültig ausführte.

Vor dem Gebäude des Sportzentrums reihten sich die Nachwuchskräfte am frühen Nachmittag auf, um die Abzeichen feierlich in Empfang zu nehmen. Dieter Höfer klärte die Jugendlichen auf, dass sie das Emblem am Übungsanzug oberhalb der linken Brusttasche zu tragen haben. Das aus Altsilber geprägte Eichenlaub als Sinnbild des Erfolgs wird im Mittelfeld mit dem Abzeichen der Deutschen Jugendfeuerwehr mit rotem Flammensymbol und blauen Wellenlinien (für den Einsatz der Feuerwehr bei Tag und Nacht) und mit einer Weltkugel mit der Tag- und Nachthälfte (Einsatz zu jeder Jahres- und Tageszeit) verziert.

Stolz nahmen die Jugendlichen die Leistungsspange entgegen. „Wir zählen auf die Jugend“, fasste Bürgermeister Andreas Wutzlhofer zusammen. Bereits am Vormittag hatte stellvertretender Landrat Albert Nickl im Sportzentrum vorbeigeschaut. Wutzlhofer dankte aber insbesondere den Jugendwarten, die für die Ausbildung der Nachwuchskräfte verantwortlich zeichneten und diese mit viel Engagement auf diesen Ausbildungsstand brachten. Während die Stadt-, die Bayern- und die Deutschlandfahne sowie die Feuerwehrflagge im Spätsommerhimmel über dem Sportzentrum wehten, erklang die deutsche Nationalhymne, die aber auffallend wenige Anwesende mitsangen.

Wir zählen auf die Jugend

Bürgermeister Andreas Wutzlhofer

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