Autofahrer können den sanierten Hütbrunnenweg viel früher als erwartet nutzen. Eigentlich war mit der Fertigstellung erst Ende Oktober gerechnet worden. Die Kommune greift dafür ganz tief in den Stadtsäckel für Straßenausbau. Rund 965.000 Euro Kosten sind veranschlagt worden. Zuwendungsfähig sind davon 823.000 Euro. Der städtische Außendienstleiter Karl Frey ist voll des Lobes über die Bamler Bauingenieur GmbH aus Vohenstrauß und die bauausführende Firma Scharnagl aus Weiden, die den Planungs- und Sanierungsauftrag Hand in Hand erledigen. An die Weidener Firma geht auch der größte Auftragsposten mit 765.000 Euro.
Die Ausbaumaßnahme erstreckt sich auf einer Gesamtlänge von 954 Metern. Davon erneuerte die Stadt 904 Meter im Vollausbau, die restlichen 50 Meter des Straßenzugs erhielten nur eine neue Deckschicht. Die Fahrbahn wuchs von bisher 4,10 Metern auf 5,50 Meter Breite. Außerdem sind die Bankette mit Frostschutz aufgewertet, um im Notfall darauf ausweichen zu können. Die Straßenbaurichtlinie fordert sieben Meter Freifläche entlang des Fahrbahnrandes. Diese sind aber aufgrund des Waldstücks nicht vorhanden. Da die Bäume bestehen bleiben sollen, erhielt die neue Straße 704 Meter Schutzplanke auf der rechten Seite Richtung Pleystein.
Der Wanderparkplatz auf gut halber Verbindungsstrecke dient derzeit als Zwischenlager für das Erdreich, informierte Dietmar Hammerl vom Ingenieurbüro Bamler als Leiter der Maßnahme. Dort sollen nach Ende der Bauarbeiten zehn Stellplätze entstehen. Rund 1300 Kubikmeter alten Frostschutz verwendeten die Straßenbauer für Wegewiederherstellung im Großgemeindegebiet. "Dies war zulässig, da der alte Frostschutz nur gering belastet gewesen ist", erklärt Hammerl. Da jedoch der unter dem Frostschutz liegende Erdaushub mit rund 2500 Kubikmetern stärker belastet war, etwa mit jahrelangen Einschwemmungen durch Streusalz oder Ablagerungen aus dem Asphalt, war dieser nicht mehr zu verwenden und kam auf die Deponie. „Alleine diese Entsorgung kostete 90.000 Euro“, meint der Ingenieur. Nachdem erst am 20. August Baubeginn war, sind nur vier Wochen ins Land gezogen und das Ende der Maßnahme ist bald absehbar, freute sich auch der Bauleiter. „Die Firma Scharnagl bietet in solchen Fällen sämtliche Maschinen auf, die für einen solchen Ausbau erforderlich sind.“ Die Planungen für die restlichen Arbeiten stehen bereits. Nächste Woche soll ein Bankettfertiger die Seitenbereiche herstellen. Außerdem fehlen noch einige Grundstückszufahrten. Gut 1300 Tonnen Asphalt karrten die Straßenbauer am Mittwoch für die bituminöse zehn Zentimeter dicke Tragschicht heran und brachten sie auf der Strecke aus. Der nun folgende Feindeckasphalt ist nur mehr vier Zentimeter stark und kommt am Ende des Ausbaus auf die Fahrbahn. Gartenbesitzer des östlichen Stadtgebiets und Landwirte werden sich zukünftig auch über eine eigene Brauchwasserentnahmestelle in diesem Bereich freuen. Im Zuge der Sanierungsmaßnahme packte die Stadt die Gelegenheit beim Schopf und ließ einen Stromanschluss zum Plattenquellentiefbrunnen verlegen, um dort eine Wasserzapfstelle einzurichten. Die langen Anfahrten zum städtischen Bauhof gehören also demnächst der Vergangenheit an.














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