Die „Kalte Kirwa“ machte heuer dem Zusatznamen der Kirchweih alle Ehre. Grau, nass und kalt kam der Sonntag daher und sogar die ersten Schneeflocken fielen vom Himmel. Die meisten Menschen haben es offenbar nicht so mit der nun beginnenden kalten und dunklen Jahreszeit. Doch am Kirchweihsonntag ließen sich die Leute die Stimmung nicht verderben und machten sich vor allem nachmittags mit den Autos auf zu einem unwirtlichen Einkaufstag. Durch die starken Windböen wurden etliche Anbieter gleich am Vormittag wieder vom Markt vertrieben oder reisten gar nicht erst an.
Die Blumenverkäuferinnen der Gärtnerei Steinhilber aus Schirmitz, die mit drei Generationen zum Kirwaverkauf kamen und mit der 78-jährigen Seniorchefin Rosemarie dem Wetter trotzten, blieben als einzige den Kunden treu. Für wohlige Wärme am Stand sorgte die Mandelbrennerei Fuchs aus Köditz und ebenfalls vor Ort war der Bienenhoniganbieter aus Weiden. Überwiegend Stillstand war beim Kinderkarussell in der Pfarrgasse auszumachen. Kein Kind hatte wohl an diesem Tag Lust, sich die kalte Luft um die Nase wehen zu lassen. Selbst beim Spielzeugstand war tote Hose, genauso wie am Antipasti-Stand eines Italieners.
Ein anderes Bild ergab sich auf dem Parkplatz des Netto-Einkaufsmarkts. Anscheinend nutzten die Kunden aus dem Umland den Kirchweihtag vielmehr als Einkaufsmöglichkeit für Lebensmittel.















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.