05.06.2020 - 09:59 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Karate-Training einmal anders

Die Karatekas wussten sich auch in Corona-Zeiten zu helfen und verlegten das Dojo einfach ins eigene Heim oder in den Garten.

Per Video-Schaltung waren die Karatekas im Training verbunden. Jeder suchte sich seinen eigenen Trainingsort aus.
von Elisabeth DobmayerProfil

Mit den Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie war an normale Trainingseinheiten seit Mitte März auch im Dojo Vohenstrauß nicht zu denken. Doch die Sportler wären keine Karatekas, wenn sie daraufhin nicht andere Wege suchen würden.

Getreu der achten Regel von Gichin Funakoshi „Karate ist nicht nur im Dojo möglich“ haben die Vohenstraußer Karatekas einfach das Dojo verändert und im Garten, Wohnzimmer oder auch auf der Terrasse umfunktioniert. Sensei Marcel Bieber bot allen Interessierten ein Online-Training an. Er schnitt zahlreiche Inhalte speziell auf die Trainierenden zu und versendete diese in Form von Videos. Nach einer vorgegebenen Zeit sollten die Techniken und Bewegungsabläufe mit oder ohne Partner - ebenfalls mittels Videoaufnahme - zurückgesendet werden. Das Ganze lief unter dem Titel „#KarateDojoVohenstraussTrainiertZuHause“. Den nächsten Schritt gingen die Teilnehmer mit Skype-Sessions an. Es gab feste Trainingszeiten und -gruppen, zusammengestellt nach den jeweiligen Leistungsstandards. Marcel Bieber gab wie in einem „normalen“ Training einzelne Techniken an, gab Tipps und korrigierte die Karatekas, wenn es nötig war.

„Die Zeiten waren herausfordernd und sind es immer noch. Dennoch gibt es für keinen Sportler oder Kampfkünstler eine Ausrede, seinem Hobby nachzugehen“, so der Abteilungsleiter. „Ich wollte die Leute unterstützen, denn sie wollten unbedingt ihren Karate-Do weiter gehen. Mit dieser Maßnahme konnten wir zusammen weiter üben. Vor allem unseren Anfängern war dadurch geholfen, sie müssen nicht wieder bei Null anfangen, sobald ein normaler Trainingsbetrieb wieder möglich ist. Außerdem stärkt es die Karatefamilie und wir hatten uns alle viel zu erzählen.“, resümiert Marcel Biber weiter.

Die Rückmeldungen der Teilnehmer waren sowohl vom Video- als auch Skype-Training eindeutig: „Es war hervorragend! Man konnte trotz Ausgangs- und Sportbeschränkung Karate mit einem Trainer üben. Wir haben deshalb auch in Corona-Zeiten nie aufgehört zu trainieren.“ Nach den ersten Lockerungen konnten nun nach intensiven Vorbereitungen durch den Trainerstab auch schon erste Freilufttrainings angeboten werden. Auch diese waren sehr gut besucht und gaben Lust auf mehr, freute sich der Dojo-Trainer.

Per Video-Schaltung waren die Karatekas im Training verbunden. Jeder suchte sich seinen eigenen Trainingsort aus.
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