27.02.2020 - 13:46 Uhr
VohenstraußOberpfalz

Kartoffel-Lastwagen brennt auf der Autobahn

Dichtes Schneetreiben erschwert den Einsatz auf der A 6, als ein Tandemanhänger, der mit Kartoffeln beladen war, Feuer fängt. Die Autobahn Richtung Tschechien ist mehrere Stunden gesperrt.

von Elisabeth DobmayerProfil

Einen zeitaufwändigen Einsatz meisterten die Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Leuchtenberg, Tännesberg, Oberköblitz und Vohenstrauß am Donnerstagvormittag bei dichtem Schneetreiben auf der Autobahn A 6. Wenn auch derzeit auf den Feldern keine Grillkartoffeln über offenem Feuer gegart werden, wären Genießer dieser Spezialität bei einem LKW-Brand auf der Autobahn fast fündig geworden.

Gegen 8.45 Uhr befuhr ein rumänischer Lastwagen mit Anhänger die Autobahn in Fahrtrichtung Osten zwischen der Anschlussstelle Leuchtenberg und Vohenstrauß-West, als er auf der Anhöhe, kurz vor „Kaltenbaum“, Feuer fing. Unter dem Anhänger des mit insgesamt rund 23 Tonnen Kartoffeln beladenen Lastzugs, loderten plötzlich Flammen hervor. Die starken Rauchwolken waren nicht zu übersehen. Dem Fahrer gelang es geistesgegenwärtig, sein Gefährt auf die Standspur zu lenken und anzuhalten. Umgehend rückten die Feuerwehren aus und brachten das Feuer schnell mit Löschschaum unter Kontrolle.

Vermutlich war das Lager des Tandemanhängers kaputt, erhitzte sich und blockierte die Achse. Durch diese Reibung entstand Hitzeentwicklung und so schmorte plötzlich der komplette Aufbau mit Plane und Ladung. Rund zehn Tonnen Kartoffeln, die in Richtung Rumänien unterwegs waren, entleerten sich teilweise in Richtung Böschung oder schmorten im Laderaum auf den Paletten. Aufgrund des Großeinsatzes wurde die Autobahn kurzzeitig in beiden Richtungen während des Brandes gesperrt. Nachdem die Freigabe in Fahrtrichtung Nürnberg schon bald danach erfolgen konnte, dauerte die Bergung der Ladung und des total beschädigten Anhängers bis in die Nachmittagsstunden hinein.

Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Leuchtenberg ausgeleitet, über die Bundesstraße 22 in Richtung Lerau gelenkt und von da wieder zurück nach Vohenstrauß auf die Autobahn. Zuerst übernahmen diese Aufgabe die Einsatzkräfte der Stützpunktwehr Vohenstrauß und Oberköblitz, die aber später von den Mitarbeitern der Autobahnmeisterei abgelöst wurden. Die Verkehrspolizei Amberg und Weiden nahmen das Schadensereignis auf. Mit mehreren Fahrzeugen rückte das Abschleppunternehmen Balk aus Waidhaus und Wernberg-Köblitz zur Einsatzstelle an, um die Ladung mit einem Radlader schnellstmöglich umzuladen. Sie schleppten das Anhängerwrack auch ab, damit die Fahrbahnfreigabe erfolgen konnte. Laut des Fahrers, der seinen Chef in Rumänien kontaktierte, soll ein firmeneigener Ersatzlastwagen, der in die Oberpfalz geschickt wird, die Ladung aufnehmen und dann sicher nach Rumänien bringen. Kreisbrandinspektor Martin Weig koordinierte die Einsatzkräfte der Wehren.

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